Strückhausen - „60 Jahre, 60 Frauen, 60 Rosen“: Damit ist die Geburtstagsfeier des Landfrauenverein Strückhausen-Neustadt im Neustädter Hof passend beschrieben. Nur ein Mann gesellte sich dazu: Christoph Hartz. Der Ovelgönner Bürgermeister drückte seine Hochachtung darüber aus, wie intensiv sich die Landfrauen einbringen und den Wandel der Zeit angenommen haben. Zu Gründerzeiten habe man sich „erst von der Küche lösen“ müssen, sagte Hartz. Mittlerweile seien die Zusammenkünfte der Landfrauen „auch immer ein großer sozialer Treff“.

Im September 1956 wurde der Verein im Neustädter Hof der Verein gegründet. Vorsitzende wurde Marianne Bunnemann aus Colmar, Kassenwartin und Schriftführerin Ellen Busch aus Frieschenmoor. Die ersten Veranstaltungen fanden in größeren Abständen statt, später einmal im Monat im Winterhalbjahr. In den Anfangsjahren ging es noch überwiegen um land- und hauswirtschaftliche Themen; inzwischen gibt es Informationen und Ausflüge mit den Themenschwerpunkten Gesundheit, Kultur, Klima, Umwelt, Politik und der Umgang mit neuen Medien.

Bewährt hat sich die Struktur mit Vertrauensfrauen in den einzelnen Bezirken als Verbindungspersonen zwischen Vorstand und Mitgliedern.

Der jetzige Vorstand sprach den ehemaligen Vorständen seinen Dank aus. Gründungsmitglied und Schriftführerin Ellen Busch konnte nicht anwesend sein. Dafür das Gründungsmitglied und die spätere Vorsitzende Ruth Timme. „Es hat viel Spaß gemacht, die Arbeit hat immer neugierig gemacht“, blickte die 82-Jährige zurück, die ebenso geehrt wurde wie Lore Beckhusen, Waltraud Müller, Karin Ramien, Sigrid von Thülen und Hedda Kohlwes. Der Verein umfasst heute 80 Mitglieder. An der Spitze steht mit Alke Feise-Addicks, Gisela Hecht und Traute Suhr heute ein gleichberechtiges Vorstands-Trio.

In der Wesermarsch sind 2000 Landfrauen in 15 Vereinen organisiert. „Hier wird in der Gemeinschaft das Selbstvertrauen gestärkt und die Bildung vor Ort geboten“, sagte die Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes, Annegret Schildt. Pastorin Katja Röker überbrachte die Segenswünsche. Weitere Gäste waren Dörte Spiekermann und Anke Stenzel von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB), mit der gut zusammengearbeitet wird, sowie Abordnungen der Landfrauenvereine Oldenbrok und Brake-Hammelwarden.


Für Erheiterung sorgte Ulla Niehus mit ihren Sketchen. Mit dem gemütlichen Klönschnack klang die gelungene Feier aus. Für den Nachhauseweg bekam noch jede Frau eine Rose überreicht.