Ellerbrock - 31 Wildschweine, 119 Rehe, 129 Füchse, 79 Hasen, 264 Fasane, 856 Tauben haben die Jägerinnen und Jäger im Hegering Markhausen-Gehlenberg, das ein Gebiet mit einer Gesamtfläche von rund 6900 Hektar umfasst, im vergangenen Jahr erlegt. Zum Vergleich betrug eine Höchstjagdstrecke im Jagdjahr 2003/2004: 235 Hasen und 1427 Fasane. Über diese Zahlen konnte Hegeringleiter Theo Schütte jetzt auf der Jahreshauptversammlung im Saal Laing in Ellerbrock die rund 70 Mitgliedern informieren.
In den neuen, vom Hegering bezuschussten Uniformen, hieß auch die Jagdhornbläsergruppe die Teilnehmer willkommen, um im Zuge des Jahresberichtes durch den Hegeringleiter auch die Wildstrecke des vergangenen Jagdjahres zu verblasen. Ganz bewusst würden Niederwildbesätze schonend und mit hoher Zurückhaltung bejagd, machten die Jäger deutlich.
Im Kassenbericht musste Dr. Matthias Rolfs ein Defizit vermelden. Die geringe Beteiligung am Jägerball und die Bezuschussung der Bläseruniformen seien Ursache dafür. Beschlossen wurde, den Jahresbeitrag von 13 auf 20 Euro zu erhöhen. Hierbei ist eine Rücklagenbildung für die geplante Errichtung der Schießanlage der Jägerschaft Cloppenburg eingeschlossen.
Diskussionsfrei verlief die Wahl des Hegeringleiters sowie des Schriftführers. Dem Antrag auf Wiederwahl für den amtierenden Hegeringleiter Theo Schütte wurde mit einer Gegenstimme ohne Enthaltung zugestimmt; Gerlinde Bartjen-Schütte wurde einstimmig für die kommenden vier Jahre in ihrem Amt als Schriftführerin bestätigt. Als Obmann für das Schießwesen trat Gerd Rolfes zurück; Nachfolger ist Gerrit Peters.
Im Anschluss referierte Dr. Egbert Strauß vom Institut für Wildtierforschung an der Tierärztlichen Hochschule Hannover zum Thema „Hasen-, Fasan- und Rebhuhnbesätze im Sinkflug – was können wir tun“. Zur Beurteilung der Situation hatte Dr. Strauß auch die örtlichen Bestands- und Streckenstatistiken aufgearbeitet. Zu den Untersuchungsprogrammen zum Rückgang des Niederwildes vermerkte er, man würde nach Stecknadeln im Heuhaufen suchen. Eine Ursache könne ein festgestellter Virus sein, der möglicherweise für ein Jungvögelsterben verantwortlich ist. In der kommenden Reproduktionsphase der Fasane würden intensive Untersuchungen folgen.
Geehrt für 25-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Jagdschutzverband (DJV) wurden Gerd Alben und Meinhard Holtermann aus Neuvrees.
