Elsfleth - Von seinem zwischenzeitlichen Liegeplatz an der Kaje hat der Zweimaster „Mercedes“ mittlerweile in die Elsflether Werft verholt. Die Brigg war eine Woche später als erwartet in Elsfleth eingetroffen, weil ein starker Ostwind das Schiff in England festgehalten hatte. Und auch die Liegezeit in der Werft begann mit einer geringfügigen Verzögerung, weil die Slipanlagen auf dem Firmengelände allesamt belegt waren. Ende dieser Woche haben nun die routinemäßigen Arbeiten begonnen. Das Schiff erhält einen neuen Anstrich und wird auch neu klassifiziert.

Seit April 2005 ist die Brigg „Mercedes“ in Fahrt. Zuvor war sie als Atlantiktrawler unterwegs. Das 50 Meter lange Schiff ist nun konzipiert für Tages- und Abendfahrten für rund 130 Passagiere. Bei Veranstaltungen an der Pier finden auf dem 7,60 Meter breiten Segler bis zu 150 Passagiere Platz. Durch den Verzicht auf Kabinen konnte der Salonbereich besonders großzügig gestaltet werden.

Mit einer Segelfläche von 900 Quadratmetern trotzt die „Mercedes“ dem Wind. Die Masten sind 35 Meter hoch. Unter den Segeln bringt es die Brigg auf eine Geschwindigkeit von bis zu 16 Knoten. Das Schiff befährt die europäischen Gewässer von Monte Carlo über England bis Rostock. „Mercedes“ ist bei nahezu allen Großsegler-Treffen vertreten. Diese maritimen Veranstaltungen bieten eine wunderbare Kulisse.

Die Crew des Windjammers lädt immer wieder ein zu interessanten Törns: Bei Sonne, Wind und See lässt sich die Faszination eines rahgetakelten Großseglers erleben.

Den Platz der „Mercedes“ an der Elsflether Kaje hat direkt hinter der „Großherzogin Elisabeth“, die gerade von einer Ausbildungsfahrt zurückgekehrt ist, an diesem Freitag der Zweimaster „Eye of the wind“ eingenommen. Die Brigg hatte im Oktober 2012 nach einem Aufenthalt bei der Elsflether Werft Kurs auf die Karibik genommen. Der Zweimaster war vor einem halben Jahr von der Mastspitze bis zum Maschinenraum technisch und optisch überholt worden.