Ahlhorn - Wie lange schon über den Neubau einer Rettungswache in Ahlhorn nachgedacht wird? Martin Gobert antwortet sofort: „Seit 27 Jahren bin ich hier, seit 27 Jahren ist es im Gespräch.“ Anders formuliert: Es war ein Dauerthema angesichts der beengten Zustände an der Königsberger Straße 10 mitten im Wohngebiet in Ahlhorn. Umso erleichterter sind Gobert, Dienststellenleiter des Ortsverbands der Johanniter-Unfall-Hilfe, und Dimiter Dikov, Rettungswachenleiter, dass sie konkrete Fortschritte vorweisen können. Die Bauarbeiten für die neue Rettungswache haben begonnen. Hinter dem Haus Wildeshauser Straße 7 laufen die Erdarbeiten auf vollen Touren.

Im Juni 2017 soll die neue Rettungswache auf dem 700 Quadratmeter großen Hintergrundstück fertig sein. Einst stand hier die alte Molkerei. Zuletzt war es ein privater Parkplatz, auf den die Johanniter eher zufällig aufmerksam wurden. Einige Garagen wurden zwischenzeitlich schon abgerissen.

Rund 980 000 Euro investieren die Johanniter in den Neubau, „ohne Möbel“, so Gobert. In dem Gebäude von 460 Quadratmetern entsteht eine Wache, die heutigen Ansprüche entspricht. Neben der Garage für zwei Fahrzeugen gehören ein großer Ausbildungsraum, Küche, Aufenthaltsraum, drei Ruheräume sowie getrennte Duschen und WCs für Männer und Frauen als auch Räume für Reinigung, Desinfektion und Medikamente dazu. Hier haben die 20 hauptamtlichen und 14 ehrenamtlichen Kräfte künftig rund um die Uhr zeitgemäße Bedingungen für ihre Arbeit.

So haben sie ab Juni 2017 einen direkten Zugang zu den Fahrzeughallen und müssen keine Umwege mehr über Treppen nehmen, erläuterte Gobert. Weitere Vorteile sind Rolltore nach modernen Standards, hygienische Verbesserungen und eine Verkürzung der Ausrückzeiten. Künftig müssen die Fahrzeuge nicht mehr den Bogen auf der Königsberger Straße durch die Siedlung fahren, sondern können direkt über die Ausfahrt zwischen Bäckerei und Bürogebäude zur Wildeshauser Straße. Dafür haben sich die Johanniter die entsprechenden Wegerechte von den Eigentümern absichern lassen. Die Zufahrt zur B 213 gilt als übersichtlich und geeignet, erläuterte Gobert.

Wegerechte haben sich die Johanniter auch in Richtung ihres Domizils an der Königsberger Straße 10 eintragen lassen. Dass es weiter eine fußläufige Verbindung zwischen Ehren- und Hauptamt gibt, sei nämlich wichtig, wie Martin Gobert betonte. „Wir leben vom Ehrenamt, Wir gehören in den Ort“, begrüßte er die zentrale Lösung mit den neuen Rettungswache in unmittelbarer Nähe.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement