ABBEHAUSEN - „Die ersten zwei Wochen waren sehr hart. Aber jetzt ist alles schön und das entschädigt für alle Anstrengungen“, freuen sich Anja und Karsten Buller. Die 46 Jahre alte Arzthelferin und der Qualitätswerker bei den Norddeutschen Seekabelwerken, der an diesem Sonnabend 52 Jahre alt wird, haben in den vergangenen viereinhalb Wochen mit Unterstützung aus ihrer Familie den etwa 25 Quadratmeter großen Vorgarten ihres Einfamilienhauses in Abbehausen völlig neu gestaltet.
Zwei Kubikmeter Mulch
Zunächst räumten sie die Fläche frei. Die Erde musste komplett ausgewechselt werden, weil alles in sich verwurzelt war. Zwei Kubikmeter Mutterboden und zwei Kubikmeter Rindenmulch haben Anja und Karsten Buller aufgebracht. Ein Vlies haben sie eingebracht, damit Wildkräuter nicht durchwachsen.
Sie haben die 25 Quadratmeter neu gestaltet nach den Tipps, die Gartenexperte Stephan Deberding (39) von der Nordenhamer Garten- und Landschaftsbau-Firma K.W. Siefken anlässlich der großenNWZ
-Aktion „NWZ
-Gartenprofi“ gegeben hatte.Freitagnachmittag sah sich der Fachmann das Ergebnis an und war beeindruckt: „Hier ist viel passiert und es ist tatsächlich schön geworden. Der Vorgarten ist nun in sich stimmig und harmonisch. Jetzt kommt es darauf an, ausreichend zu wässern – bei den gegenwärtigen sommerlichen Temperaturen jeden Morgen oder Abend. Das ist ganz wichtig.“
Der Gartenexperte weist zudem darauf hin, dass ein mit Mulch abgedecktes Beet einen guten Dünger als Nährstoffgabe für die Pflanzen braucht, weil der Zersetzungsprozess des Mulchmaterials Stickstoff bindet.
Anja und Karsten Buller haben nach den Anregungen des Mitarbeiters der Nordenhamer Firma K.W. Siefken in ihrem Vorgarten zu stark gewachsene Bodendecker herausgenommen. Der vor 13 Jahren gepflanzte Kugelahorn-Baum ist in ein stimmiges Gesamtbild einbezogen worden.
Auch die Wirkung eines Eingangstores zur großen Rasenfläche im Hauptgarten haben Anja und Karsten Buller erzielt. Der Buchsbaum ist entsprechend versetzt, der große Spireen-Strauch entfernt. Drei kleine Spireen-Sträucher sind neu gepflanzt worden. Ein Durchgang ist bewusst lediglich angedeutet – mit Bruchschieferplatten, die einfach auf den Rindenmulch gelegt sind.
Das Storchenschnabel-Gewächs haben sie geteilt, einen eingegangenen Hibiskus beseitigt. Mit Ziergräsern erzielen sie ansprechende Akzente.
Die beiden Kontrollschächte der Kanalisation sind zugänglich, aber unter Rindenmulch versteckt. Auf einem thront eine geschmackvolle Rostsäule mit Blumenschale. „Das wirkt ebenfalls harmonisch“, lobt Gartenexperte Stephan Deberding.
Auch eine im Boden installierte Lichtquelle, die den Kugelahorn stimmungsvoll anstrahlt, fehlt nicht. „Das ist mein Gesellenstück“, schmunzelt Hobbygärtner Karsten Buller und fügt hinzu: „Ich habe auch gleich eine neue Steckdose für die Weihnachtsbeleuchtung am Hauseingang gesetzt.“
Es fehlt noch eine Abgrenzung des Vorgartenbeetes zur Rasenfläche des Hauptgartens. Hier sollen noch Rasenkantsteine gesetzt werden. Alles in allem hat Familie Buller dank der Tipps desNWZ
-Gartenprofis ihr Ziel aber erreicht: Ihr Vorgarten strahlt jetzt ein noch freundlicheres Willkommen aus als bisher.Es bleibt spannend
Anja Buller blickt erwartungsvoll in das weitere Gartenjahr: „Jetzt ist spannend zu sehen, wie sich die Anpflanzungen entwickeln, weil vieles dabei ist, was wir noch nicht kennen.“
