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GLÜCK Blumenkränze für den neuen Trecker

HENNING BIELEFELD

ABBEHAUSEN - Wer das französische Le Mans bisher nur mit schnellen Autos in Verbindung brachte, muss umdenken: Auch schwere Trecker werden dort gebaut. Einer von ihnen ist der Claas Arion 540 Cebis, den der Landwirt Hergen Gäting vom Kurfürstendamm seit Donnerstag auf einem Hof stehen hat. Dieser Schlepper kostet 90 000 Euro und hat viele Vorzüge. Der größte: Gäting musste keinen Cent dazu bezahlen.

Denn der 44-Jährige hat die imposante Zugmaschine beim alljährlichen Preisrätsel der Monatszeitschrift „Top Agrar“ gewonnen (die NWZ berichtete am 18. April) – und jetzt ist sie gekommen. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich Familie und Nachbarn auf dem Hof, um dieses Ereignis bei einem Glas Sekt gebührend zu feiern.

Zu den Gratulanten zählte auch der „Top-Agrar“-Objektleiter Dr. Peter Wiggers und der Leiter des Deutschland-Vertriebs für Claas-Traktoren, Ulrich Gerling. Der Claas-Mann bezeichnet den Trecker als „Allround-Schlepper für Entwicklungsbetriebe“. Das 6,5 Tonnen schwere Fahrzeug generiert aus einem kompakten Vier-Zylinder-Motor bis zu 155 PS. Zudem bietet der Trecker ein elektronisches Bordsystem, ein Arbeitserfassungsystem, eine Vier-Punkt-gefederte Kabine sowie Fronthubwerk und Frontzapfwelle, so dass Hergen Gäting bei Bedarf zwei Mähwerke gleichzeitig einsetzen kann. Pro Betriebsstunde verbraucht der Claas je nach Belastung 10 bis 20 Liter Diesel.

Ausgeliefert wurde das Fahrzeug von der Schröder-Gruppe in Wildeshausen. Mit 19 Betrieben in Deutschland und 450 Mitarbeitern ist sie nach eigenen Angaben der größte private Landmaschinen-Händler in der Bundesrepublik.

„Das ist ein tolles Gefühl“, strahlte Hergen Gäting neben dem Trecker. Jetzt wird er einen seiner beiden bisherigen Schlepper, einen Fiat, verkaufen.


Claas-Gruppe:

Familienfirma

mit Weltgeltung

Die Firma Claas

sitzt in Harsewinkel bei Münster. Sie wurde 1913 gegründet und ist heute in Deutschland Marktführer bei Mähdreschern, Feldhäckslern, Pressen und Futtererntern. Fertigungsorte sind in Deutschland Harsewinkel und Saulgau in Oberschwaben.

Seit 1965

produziert das Unternehmen in Metz im französischen Lothringen Pressen. Und 2003 hat es die Traktoren-Sparte von Renault in Le Mans übernommen. Weitere Produktionsstätten sind in Italien, Tschechien, Ungarn, Russland, den USA und Indien. 9100 Mitarbeiter – davon 3500 in Deutschland – erwirtschafteten 2008 einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro.

Das Unternehmen

ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Das heißt: Es ist organisiert wie eine Aktiengesellschaft, aber sämtliche Anteilsscheine gehören den Nachkommen der Firmengründer aus dem Jahr 1913.
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