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Immer mehr Ärger mit Zahlungsmuffeln

NORBERT HARTFIL

ABBEHAUSEN - Finanziell ist beim TSV Abbehausen alles im Lot, zumal der Verein im vergangenen Jahr sein Guthaben auf 15 746 Euro aufstocken konnte. Aber eitel Sonnenschein herrscht bei den Grün-Gelben trotz der guten Kassenlage nicht. Die stagnierende Mitgliederentwicklung und die hohe Zahl an Vereinsangehörigen, die ihre Beiträge nicht überweisen, bereiten dem Vorstand zunehmend Sorgen. Schatzmeister Günter Linnemann machte in der Jahreshauptversammlung deutlich, dass die Vereinsführung gegen säumige Mitglieder in Zukunft mit harter Hand vorgehen will. Im Klartext: Wer der Zahlungsaufforderung nicht nachkommt, fliegt aus dem Verein.

In einem Datenabgleich mit den Spartenleitern will der Vorstand die Zahlungsmuffel ermitteln. Laut Günter Linnemann wurden in diesem Jahr bereits 15 bis 20 Fälle aufgedeckt, die Zwangsaustritte zur Folge haben.

Im Verlauf des zurückliegenden Jahres schlossen sich 106 Sportler dem TSV neu an, während 107 Mitglieder den Verein verließen. Der sich daraus ergebende Bestand von 846 Vereinsmitgliedern ist noch ein gutes Stück entfernt von der 1000er-Grenze, die Kassenwart Günter Linnemann anpeilt. Zugänge gab es besonders in der Fußballsparte und dabei vor allem im Jugendbereich. Da der Anteil der erwachsenen Mitglieder gesunken ist, verringerte sich 2008 das Gesamtaufkommen der Beiträge um 2000 Euro auf 56 000 Euro.

TSV-Vorsitzender Udo Wilharm hob ebenfalls die Absicht des Vorstandes hervor, fortan konsequent gegen säumige Mitglieder vorzugehen. In seinem Jahresbericht führte der Vereinschef als herausragendes Projekt die geplante Anschaffung eines Mini-Fußballspielfeldes an (die NWZ berichtete). Zur Finanzierung der kleinen Kunstrasen-Arena fehlen noch 3000 bis 4000 Euro an Spendengeldern, um die sich Jugendfußball-Leiter Michael Wendland bemüht. Die Einweihung ist für den Herbst angepeilt.

Wachsende Bedeutung bekommt im TSV der Gesundheitssport. Die Physiotherapeutin Bea Paris leitet inzwischen drei Wirbelsäulen- und Rehasportgruppen. Für diese Angebote wurde der Verein mit dem „Pluspunkt Gesundheit“ des Deutschen Turnerbundes und dem Zertifikat „Sport pro Gesundheit“ des Deutschen Olympischen Sportbundes ausgezeichnet. Bea Paries und die zuständige Spartenleiterin Edelgard Marenke bilden sich zurzeit weiter, um ab Herbst auch Koronarsport in das Vereinsprogramm aufnehmen zu können. Der Arz Dr. Klaus Bethge hat sich bereit erklärt, das Herzsporttraining medizinisch zu begleiten. „Die Nachfrage nach dieser Art von Sportausübung steigt“, sagte Vorsitzender Udo Wilharm.


Bei den von Rudi Jahn geleiteten Vorstandswahlen zeigten sich die rund 60 anwesenden TSV-Mitglieder mit der bisherigen Arbeit der Vereinsführung rundum zufrieden. Für die komplette Vorstandsriege hieß es Wiederwahl. Damit geht Udo Wilharm als Rekordhalter unter den TSV-Vorsitzenden in die Geschichte ein. Er steht bereits seit 1986 an der Spitze des Vereins. Seine Stellvertreterin Lisa Pargmann und Schatzmeister Günter Linnemann kündigten an, bei den Wahlen 2011 nicht erneut zu kandidieren, um Jüngeren Platz zu machen. Weiter gehören Ilona Tschäpe (3. Vorsitzende), Dietmar Ollesch (Schriftführer), Michael Heibült (Sozialwart), Margret Schmidt (Frauenwartin) und Reiner Gebauer (Pressewart) dem Vorstand an.

Udo Wilharm kündigte an, dass die Stadt in der Zeit vom 22. Juni bis zum 30. August die kleine Sporthalle sanieren lässt. Als neuen Wirt des Clubraums und Nachfolger von Günter Fenkohl stellte er Hergen Ostendorf vor.

60 jahre als Übungsleiterin im Einsatz

Eine besondere Ehrung

gab es für Swaantje Betghe. Nach 60 Jahren hat sie ihre Tätigkeit als Übungsleiterin im Turnen aufgegeben. Für das außergewöhnliche Engagement bedankten sich TSV-Vorsitzender Udo Wilharm und Frauenwartin Margret Schmidt bei der 85-Jährigen mit einer Urkunde und einem Blumenstrauß. Die Leitung ihrer Turngrupppe übernimmt Ria Dietrich.Bilder: Hartfil

60 jahre als Übungsleiterin im Einsatz

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