ABBEHAUSEN - Die Jäger sind angewiesen, den Druck auf die Prädatoren wie Fuchs, Marder, Wiesel, Rabenkrähe und Möwe zum Schutz des Friedwildes zu erhöhen. Das sagte Hegeringleiter Rolf Grabhorn bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings Abbehausen/Esenshamm/Seefeld in der Bahnhofsgaststätte Abbehausen.
Die teilweise Nichtbejagung aufgrund geringer Besatze schlug sich laut Rolf Grabhorn in den geringen Strecken nieder. Es sei die Jagd dem Bestand angepasst worden. 28 Rehe wurden zur Strecke gebracht, wobei 61 Prozent der getöteten Tiere als Fallwild gelistet sind. 25 Füchse wurden 2008 geschossen. Die Fuchspopulation ist wieder angestiegen.
Ein Fuchs auf 1000 Hektar werde angestrebt, sagte Rolf Grabhron. Zurzeit gebe es das Missverhältnis von einem Fuchs auf 350 Hektar. Für den Fuchs als Träger der Tollwut und des Fuchsbandwurms bestehe in Deutschland eine flächendeckende gesetzliche Hegepflicht.
Dem Hegering gehören 65 Mitglieder, 9 Gastmitglieder und mit Fritz Lampe, der 102 Jahre alt ist, ein Ehrenmitglied an. Es gibt 18 Reviere, die sich auf 9000 Hektar verteilen. Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft wurden Klaus Martens und Gerold Spohler geehrt. Eine Auszeichnung gab es für Erich Diers. Der Jagdhornbläser erhielt für sein Engagement die Ehrennadel in Gold der Landesjägerschaft Niedersachsen verliehen.
Bei der Versammlung ernannte der Vorstand den Jäger Henning Sommer zum neuen Schießobmann. Er teilt sich das Amt mit Dieter Gertjegerdes und Torben Hülstede. Das Plakettenschießen um den Hegering-Pokal gewann Rolf Grabhorn.
