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„Abgase der Fahrzeuge stinken zum Himmel“

Betr.:

Verkehrssituation in der Wildeshauser Innenstadt

§ 1 der StVO Absatz 1 heißt: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“ Ergänzend fügt Absatz 2 hinzu: „Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

§ 30 der StVO; Umweltschutz und Sonntagsfahrverbot (1): „Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und unvermeidbare Abgasbelästigungen verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen und Fahrzeugtüren übermäßig laut zu schließen. Unnötiges Hin- und Herfahren innerhalb geschlossener Ortschaften ist verboten, wenn andere dadurch belästigt werden (...).“

Alleine gegen diese beiden Paragraphen verstoßen täglich viele Verkehrsteilnehmer in der Wildeshauser Innenstadt. Passanten müssen lange warten, bis sie die Westerstrasse überqueren können. Oft bildet sich ein regelrechter Stau am Westertor, weil falsch geparkte Autos einen zügigen Verkehrsfluss behindern. Die Abgase der Fahrzeuge stinken „zum Himmel“. Im vergangenen Jahr haben Polizeischüler aus Oldenburg genau diese Missstände in einer Studie für die Stadt Wildeshausen erkannt und den Verantwortlichen der Behörden übergeben. Diese Studie wurde einmal in der Zeitung veröffentlicht und dann zu den Akten gelegt. Einige Geschäftsleute in der Innenstadt plädieren immer noch für die jetzige verkehrsberuhigte Lösung, fürchten um den Verlust einiger Kunden. Das Gegenteil wäre der Fall, viele Bürger fühlen sich heute besonders in der Westerstrasse vom Fahrzeugverkehr belästigt. Parkflächen unmittelbar an der Innenstadt sind reichlich vorhanden.

In den letzten warmen Tagen fühlten sich viele Verkehrsteilnehmer geradezu „verpflichtet“ , am Sonntag oder in der Woche abends ebenfalls die Innenstadt zu besuchen und sinnlos mit dem Pkw oder Motorrad hin- und herzuflanieren.

Ich bin beruflich jeden Wochentag mit dem Pkw in ganz Nordwestdeutschland unterwegs, fast überall stoße ich auf Innenstädte mit Fußgängerzonen.

Anfang der 80er Jahre wurde dieser städtebauliche Fehler zur Verkehrsberuhigung in Wildeshausen gemacht. Wann machen unsere Politiker den schlimmen Fehler wieder gut und richten endlich eine Fußgängerzone ein? Für eine Bürgerinitiative „Fußgängerzone in Wildeshausen“ würde ich mich stark einsetzen. Evtl. gibt es ja einige Verantwortliche in dieser schönen Stadt, die auch nicht einverstanden sind mit der aktuellen Verkehrssituation und sich von meinen Ausführungen beflügeln lassen.


Erich Bohlen

27793 Wildeshausen
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