Lingen - Der Abriss des 1977 nach einem Schaden stillgelegten Atomkraftwerks (AKW) Lingen (Emsland) kann beginnen. Das Niedersächsische Umweltministerium erteilte dafür eine erste atomrechtliche Teilgenehmigung, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. Sie umfasst unter anderem den Rückbau von nicht kontaminierten Anlagenteilen und die Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen. Für den Abbau von strahlenbelasteten Bauteilen ist eine weitere atomrechtliche Genehmigung erforderlich. Die Abrissarbeiten werden dem Ministerium zufolge rund 20 Jahre dauern.
Das AKW Lingen ging 1968 als eines der ersten Atomkraftwerke in Westdeutschland in Betrieb. Nach der Katastrophe von Tschernobyl geriet der Standort in die Schlagzeilen, weil dort 5000 Tonnen radioaktives Molkepulver aus der bayerischen Käseproduktion gelagert und behandelt wurden.
