Rodenkirchen - „Ich kann jedem Jugendlichen nur empfehlen, ins Handwerk zu gehen“, sagt Werner Langer. Er muss es wissen, denn der 63-Jährige hat fast ein halbes Jahrhundert im Metallbauhandwerk gearbeitet. Nun wurde er während einer Feierstunde bei der Firma Heiko Hemme Stahl- und Metallbau in Rodenkirchen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Das Interesse an Metallarbeiten war Werner Langer quasi in die Wiege gelegt worden, denn er wuchs neben einer Schmiede auf. Daher trat er 1966 im Alter von 15 Jahren seine Lehre bei Schmied Warns in Abbehausen nicht unbedarft an, sondern er erfüllte sich damit einen Wunsch. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung (1969) folgte ein zweijähriger Bundeswehrdienst.
1971 trat Werner Langer eine Tätigkeit als Metallbauer bei der Firma Fechner in Blexen an. Nach zehn Jahren verspürte er das Verlangen nach einem „Tapetenwechsel“ und trat in den Dienst der Firma Metallbau Peters in Rodenkirchen.
Während seiner dortigen fast 25-jährigen Tätigkeit lernte Werner Langer seinen späteren Arbeitgeber Heiko Hemme kennen. Der absolvierte dort seine Lehre, wobei er auch von Werner Langer mit ausgebildet wurde.
Nachdem sich Heiko Hemme 2005 mit seinem Stahl- und Metallbau-Handwerksbetrieb selbstständig gemacht hatte und einen erfahrenen Mitarbeiter suchte, wechselte Werner Langer im Alter von 55 Jahren noch einmal den Arbeitgeber. Im Laufe von 28 gemeinsamen Berufsjahren sind Werner Langer und Heiko Hemme sehr gute Freunde geworden.
Während der Abschiedsfeier erhielt Werner Langer eine Ehrenurkunde der Metall-Innung Wesermarsch als Anerkennung für 48 ununterbrochene Berufsjahre.
Werner Langer blickt äußerst zufrieden auf seine Berufszeit zurück. Seine Faszination für den Werkstatt Metall wird ihn aber auch im Ruhestand nicht loslassen. Zu Hause in der Garage in Blexen warten zwei Oldtimer-Geländewagen, die Werner Langer „flottmachen“ will.
