Sandhatten - Am vergangenen Sonnabend haben 18 frischgebackene Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes vom Kreisverband Oldenburg Land ihr frisch erworbenes Wissen und Können in der Menschenrettung unter Beweis gestellt. Das Rüstzeug dafür erwarben die neuen ehrenamtlichen Helfer in den sieben Tagen zuvor in einem umfangreichen Lehrgang.

Erfahrene Rotkreuz-Ausbilder standen ihnen dabei jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Großen Wert legte Ausbildungsleiterin Talea Smid vor allem auf die praktischen Unterrichtsinhalte mit den Sanitätern im Alter von 15 bis 56 Jahren. „Der Samstag sollte ein besonderer Bonbon zum Abschluss werden, bei dem die Helfer noch einmal in zahlreichen Fallbeispielen unter realen Bedingung zeigen konnten, was sie gelernt haben“ erklärt Smid. Zuvor hatten alle angehenden Lebensretter ihre theoretische und praktische Prüfung, nicht ohne Stolz, erfolgreich bestanden.

So war es nicht verwunderlich, dass immer wieder Schreie durch die Räume der Jugendherberge hallten. Galt es doch, eine schwere Handverletzung in der Herbergsküche zu versorgen oder einen jungen Mann, der auf der Wiese von der Schaukel gefallen war und über starke Schmerzen im Rücken klagte. Und das alles unter nahezu authentischen Bedingungen, mit geschminkten Unfallopfern und mit realem Funkverkehr zur Leitstelle. Und so war die Kälte bei minus zwei Grad nicht nur bei dem am Boden liegenden Patienten, sondern auch bei den unter Stress stehenden Einsatzkräften, äußerst real zu spüren.

Smid lobte in der Abschlussbesprechung die äußerst harmonische Gruppe und die gute Zusammenarbeit untereinander. Erfreulich sei auch, dass nicht nur Teilnehmer der Ortsvereine Wildeshausen, Hude und Ganderkesee teilgenommen hätten, sondern auch Wardenburger Helfer mit dabei waren.