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Zukunftsgestaltung Acht Kommunen hoffen auf reichen Geldregen

Sigrid Lünnemann

Cloppenburg - 2,4 Millionen Euro Fördergelder der EU winken den acht Städten und Gemeinden Bösel, Cappeln, Cloppenburg, Emstek, Friesoythe, Garrel, Molbergen und Saterland. Vorausgesetzt, sie werden als „Leader-Region Soesteniederung“ in das europäische Leader-Förderprogramm aufgenommen.

60 Teilnehmer

Um Ideen und Themen für eine entsprechende Bewerbung zu sammeln, trafen sich am Dienstagabend rund 60 Bürger, Vertreter der teilnehmenden Gemeinden sowie Mitglieder von Vereinen und Institutionen zur ersten von zwei öffentlichen Zukunftskonferenzen in Cloppenburg. Die zweite beginnt am Donnerstag, 9. Oktober, 19 Uhr, im Forum am Hansaplatz in Friesoythe. Die Zeit drängt. Bis Januar muss das fertige Konzept vorliegen. Anschließend entscheidet eine Jury, welche Regionen eine Leader-Förderung bis 2020 erhalten.

Regionen entwickeln

Durch dieses Programm soll europaweit die Regionalentwicklung gefördert werden. Für die neue Förderperiode 2014 bis 2020 stellt die EU für die ländlichen Regionen erhebliche Mittel zur Verfügung. Gelingt es, ein schlüssiges Konzept vorzulegen, hätte die Region Soesteniederung über die 2,4 Millionen Euro hinaus die Möglichkeit, weitere EU-Fördermittel zu beantragen. „Ziel des Programms ist es, die ländlichen Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen“, betonte Roland Stahn, Projektleiter der mit der Erstellung des Regionalen Entwicklungskonzeptes beauftragten Grontmij GmbH.

Aufruf zur Beteiligung

Cloppenburgs Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese betonte in seiner Begrüßungsansprache, dass die Region nur geschlossen erfolgreich sein könne. Er rief die Öffentlichkeit auf, sich mit Ideen intensiv zu beteiligen. Er präsentierte ein Fahrrad, das unter den Teilnehmern der Online-Befragung unter www.soesteniederung.de verlost wird.

Die Anwesenden fanden sich in Gruppen zusammen und diskutierten intensiv ihre Zukunftsvisionen für die Region: Ein großes Thema war der Ausbau des Tourismus und der kulturellen Vielfalt. Dabei wurde angeregt, die Soeste verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und touristisch zu erschließen. Auch die Natur sollte besser erlebbar sein und die Arbeit der Landwirtschaft verstärkt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Viele Ideen gesammelt

Auch der Ausbau der Infrastruktur und des öffentlichen Nahverkehrs, eine bessere Beschilderung der regionalen Sehenswürdigkeiten, die Eröffnung von Mehrgenerationen- oder Dorfgemeinschaftshäusern und der Ausbau und die Sanierung des Radwege-Netzes wurden von vielen Gruppen als vordringliche Themen betrachtet. Aber auch die Möglichkeiten, den regionalen Handel zu stärken und vor der Online-Konkurrenz zu schützen, wurden hinterfragt.

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