Achternmeer - Ja, es kann ein Bauleitverfahren für den ehemaligen Hof Lange am Alten Dorfweg in Achternmeer eingeleitet werden. Doch bis sich die Mitglieder des Planungs- und Entwicklungsausschusses mehrheitlich dafür aussprachen, war ein zähes Ringen um diese Entscheidung vorausgegangen. In der kommenden Woche nun wird das Thema im Verwaltungsausschuss behandelt.
Ganz klar hatte sich die Planungsgruppe des Bürgervereins Achternmeer/Harbern I für die Bebauung des Hofs Lange ausgesprochen. Ein entscheidender Vorteil ist es für die Gruppe, dass Achternmeer mit diesem Baugebiet – einem Grundstück in der Ortsmitte – aus dem Kern heraus wachsen könne.
Für einige der Ausschussmitglieder war es schwer hinzunehmen, dass ein Investor – Alfred Meyer vom Bauunternehmen Kuhlmann – das Gebiet entwickeln will. „Wir sind für die Entwicklung von Achternmeer, aber wir lassen uns nicht von einem Investor vorschreiben, wie das zu machen ist“, so Eckhardt Hildebrandt (FWG). Und auch Frank Freese gab zu bedenken: „Hier hat ein Investor das Grundstück gekauft und bezahlt auch die Planung – da ist die Frage, ob das öffentlichen Interessen dient.“ Allerdings räumte auch er ein, dass es eine Fortentwicklung am Hof Lange geben müsse.
Die Erschließung des Baugebietes über die Korsorsstraße mit Schule und Kita, das Lärmgutachten, das für Feste am Dorfgemeinschaftshaus eine erhebliche Überschreitung der Immissionswerte feststellt – es bleiben noch offene Fragen. Für eine Frage allerdings – den Verkehr mit schweren Baufahrzeugen – gab Hajo Suhr (CDU) eine mögliche Antwort: Er schlug eine Baustraße Richtung Ammerländer Straße vor. Diesen Gedanken griff Bauamtsleiter Frank Speckmann auf.
In der vorangegangenen Bürgersprechstunde hatte Helmut Deye von der Planungsgruppe des Bürgervereins darum gebeten, die Gruppe auch weiterhin mit einzubeziehen und einige Anregungen in der weiteren Entwicklung zu berücksichtigen. Hier wurde Zustimmung signalisiert.
