Das Land sei auf der Grünen Woche gut aufgestellt, meint der Chef der Marketinggesellschaft. Er mahnt faire Marktstrukturen an.
Von Norbert Wahn,
Redaktion Berlin
Frage:
Herr Holzenkamp, ist Niedersachsen angesichts der rückläufigen Ausstellerzahlen bei der Grünen Woche in Berlin ausreichend vertreten?Holzenkamp:
Ja, wir haben im letzten Jahr mit einem neuen Konzept seitens der Marketinggesellschaft begonnen. Es kommen jetzt zunehmend neue Bewerber zu uns, die ihr Interesse bekunden, mitzumachen. Ich bin sehr guter Dinge, dass sich das in den nächsten Jahren so positiv weiterentwickelt.Frage:
Wo sehen Sie in diesem Jahr die Schwerpunkte der Grünen Woche?Holzenkamp:
Die gesamte Grüne Woche steht in diesem Jahr unter dem Leitmotiv Klimawandel/Klimaschutz. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, was die Landwirtschaft dazu beitragen kann. Die Landwirtschaft ist ein zentraler Faktor, weil nur sie C02 aufnehmen kann. Auf der anderen Seite emittiert die Landwirtschaft ja auch. Das heißt, wie wir auch in der landwirtschaftlichen Produktion Emissionen reduzieren können. Ein weiterer großer Schwerpunkt ist die Agrarpolitik nach 2013. Es geht bei dieser Reform beispielsweise darum, wie finanziert sich die Landwirtschaft in Europa. Hier werden im kommenden halben Jahr die Pflöcke gesetzt. Im September schon will die EU-Kommission einen Entwurf vorlegen. Hinzu kommen hier bei der Messe aber noch zahlreiche Einzelthemen wie der Export. In Deutschland sind wir in fast allen Produktionsbereichen mittlerweile Netto-Exporteur. Da in Europa die Märkte gesättigt sind, müssen wir die Produkte in Drittstaaten, alsoüber die EU hinaus, verkaufen.
