Bookhorn/Berlin - „Es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt“, resümiert Kathleen Kalinke-Schwarting. Bereits zum zweiten Mal hat die Landwirtin aus Bookhorn als Agrarscout an der Grünen Woche in Berlin teilgenommen. Mit 101 Kollegen führte die 42-Jährige im Auftrag des Forums moderne Landwirtschaft Besucher ehrenamtlich über den Erlebnisbauernhof. Zu finden war die vierfache Mutter am Schweinemobil.

„Ich habe supergute Gespräche geführt, mit Leuten, die nicht aus der Branche kommen, aber auch mit vielen Kollegen“, berichtet Kathleen Kalinke-Schwarting. „Es gab keine Ablehnung, alle waren sehr interessiert.“ Zwischendurch hatten sich sogar gleich mehrere Besucher um sie versammelt, um ihre Fragen zu Schweinen, aber auch zu ihrer Arbeit als Landwirtin loszuwerden.

Dabei konnte sie auch Missverständnisse aus der Welt schaffen: „Es war eine Frau da, die sagte, dass sie es schöner finden würde, wenn die Schweine auf mehr Stroh liegen. Die Schweine liegen aber lieber auf dem kalten Boden, die wühlen das Stroh zur Seite“, erklärt die Landwirtin. Auch den Futterautomaten und das Schweinespielzeug, wie Seile und Holzstücke, konnte die 42-Jährige erklären. „Die Knallerfrage war aber, ob wir den Ferkeln Cannabis gegeben haben, weil sie so viel schlafen“, berichtet Kathleen Kalinke-Schwarting, „die schlafen aber von Natur aus ständig.“

Auch was mit den sieben Schweinen aus dem Mobil nach der Grünen Woche passiert, interessierte viele Besucher. Die dürfen nämlich nicht zurück in den Stall. Sie leben nun in einem Streichelzoo auf einem Spargelhof.

Ob sie im kommenden Jahr wieder teilnimmt, will sie spontan entscheiden. „Wenn ich nicht kann, schicke ich meinen Mann“, kündigt die Bookhornerin lachend an.