Ahlhorn/Emstek - Betroffenheit haben die Messergebnisse zum Zustand der Ahlhorner Fischteiche im niedersächsischen Landwirtschafts- und Umweltministerin hinterlassen. Das berichtet der Pressesprecher der Landesforsten, Rainer Städing, nach einem Besuch der Ahlhorner Forstamtsleiterin Regina Dörrie und ihrer Kollegen Jörn Schöttelndreier (Förster für Waldökologie) und Tina Wixwat (Geowissenschaftlerin) am Mittwoch in Hannover.

Die Experten aus dem Forstamt in Ahlhorn stellten mehreren Vertretern beider Ministerien ihre 2016 begonnenen Messungen zur Wassermenge und -qualität vor. Dabei habe nicht nur die geringe Wassermenge, die aus der oberen Lethe in die Fischteiche fließt, für Erstaunen gesorgt, sondern auch der am Zulauf registrierte Nitratgehalt von 37 Milligramm pro Liter. Nach der Niedersächsischen Oberflächengewässerverordnung sei 2,8 Milligramm Stickstoff pro Liter erlaubt, was einem Nitratwert von zwölf Milligramm pro Liter entspreche. „Das bedeutet, dass der Nitratwert in den Ahlhorner Fischteichen dreimal höher ist als erlaubt“, so Städing.

Das Forstamt Ahlhorn plant, das Monitoring an den Fischteichen auszuweiten, um weitere belastbare Zahlen zu erhalten. So sollen zum einen die Versickerung und Verdunstung der Wassermengen gemessen werden, zum anderen die Phosphorwerte im Wasser. Dabei will das Forstamt auf das Seekompetenzzentrum des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) in Sulingen zugehen, das solche Parameter für den Dümmer und andere Seen erhebt. „In Hannover wurde uns gesagt, dass wir uns auch über Finanzierungsmöglichkeiten erkundigen können“, sagte Städing; denn die Messungen seien eine kostspielige Angelegenheit.

Als nächstes Ziel wollen das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium alle relevanten Parteien zur Rettung der Ahlhorner Fischteiche an einen Tisch holen. Dazu gehören auch Behörden wie die Landkreise Cloppenburg und Oldenburg, der Wasserverband OOWV sowie die Unternehmen und Landwirte mit großem Wasserbedarf in und um Ahlhorn.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg