AHLHORN - Die Flanke GmbH hat ihren Gesellschaftszweck geändert. Das gab Geschäftsführer Rolf Eilers am Mittwoch am Flugpark Ahlhorn bekannt. Dort trafen sich Eilers, Hartmut Giese, neuer Vorsitzender des Beirates, der stellvertretende Vorsitze Theo Hünnekens, Projektplaner Bernd Goosmann sowie Bürgermeister Volker Bernasko und Landrat Frank Eger zur Besichtigung und Besprechung der Bauprojekte auf dem Gelände.
Laut Eilers geht es nicht mehr nur darum, die Firma Bunte bei der Vermarktung von Teilflächen an Dritte zu unterstützen. Vielmehr wolle man nun die Gemeinde Großenkneten bei allen Fragen der Bauleitplanung und des bauplanungsrechtlichen Einvernehmens bei Betriebsansiedlungen beraten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beratung des Landkreises zu Fragen der Raumordnung und Regionalplanung, des Bauordnungs- und Bauplanungsrechtes.
Eilers informierte ferner darüber, was in der Beiratssitzung im Februar 2012 besprochen wurde. So sprachen sich die Mitglieder dafür aus, den Plan einer neuen Autobahn-Anschlussstelle im Zuge der Visbeker Straße/L 880 zu verfolgen. Durch die Anschlussstelle sollen mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Laut Eilers seien Gespräche mit den Landkreisen Oldenburg und Vechta sowie mit den Gemeinden Großenkneten und Visbek, der Firma Bunte und der Flugplatz Ahlhorn GmbH geführt worden. „Wir benötigen noch das O.K. der Wirtschaftsminister in Hannover und Berlin“, sagte Eilers. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg unterstütze das Vorhaben. Der Antrag liege als Entwurf vor und bedarf weiterer Abstimmung. „Wir benötigen etwa 5 Millionen Euro für die Finanzierung“, sagte Eilers. „Wir hoffen auf Unterstützung aus dem Landestopf und auf Fördermittel der N-Bank. Den Löwenanteil müssen wir selbst schultern.“ Ferner müssten noch Gespräche zum Thema Lärmschutz geführt werden. Im Juli 2001 hatte der Niedersächsische Minister für Wirtschaft und Verkehr, Jörg Bode, den ehemaligen Fliegerhorst besichtigt. Er habe sich dem Projekt gegenüber aufgeschlossen gezeigt und Unterstützung versprochen.
Obwohl sich am Mittwoch alle Anwesenden einig waren, dass man auf einem guten Wege sei, wies der Landrat auf Bedenken der Bürger hin: „Die Öffentlichkeit ist manchmal ungeduldig. Dass die Anwohner mitgenommen werden wollen, finde ich richtig. Wir müssen aber sorgfältig dafür arbeiten. Das ist ein komplexes Thema.“ Bernasko teilte die Meinung: „Wir stellen fest, dass sich bei jedem Einzelprojekt ein Widerstand zeigt. Wir hoffen auf das Einsehen der Bevölkerung.“
Die Flanke GmbH verfügte im Geschäftsjahr 2011 über 25 000 Euro. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum 1. Januar 2011 15 523,25 Euro, zum 31. Dezember 5825,64 Euro.
