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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Zum Firmenjubiläum Wechsel an Spitze

01.07.2019

Ahlhorn /Garrel Wechsel zum Jubiläum: Die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Firma Heidemark, Europas größtem Puten-Verarbeiter, hat Bernd Kalvelage (61) zum Anlass genommen, sich nach mehr als 30 Jahren von der Unternehmensspitze zurückzuziehen. Sohn Christopher, der bereits 2016 mit seinem Bruder Jan Bernd in die Geschäftsführung eintrat, führt nun den in Ahlhorn ansässigen Familienbetrieb. Der 30-Jährige setzt auf eine zunehmend internationale Ausrichtung des Traditionsunternehmens. Vor allem China mit einen 1,4 Milliarden Einwohnern sei ein wichtiger Markt. Auch müsse Heidemark auf die veränderten Essgewohnheiten reagieren.

Rund 2000 Mitarbeiter

Mit einem bunten Tag der offenen Tür sowie einer Festveranstaltung mit 260 geladenen Gästen feierte das Unternehmen am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg, einer der Ehrengäste der Veranstaltung, betonte, Heidemark habe sich nicht nur als großer Arbeitgeber mit rund 2000 Mitarbeitern verdient gemacht, sondern auch im zunehmend internationalen Geschäftsumfeld einen exzellenten Ruf erarbeitet. Es seien die Köpfe, die Heidemark ausmachten. Wimberg bedankte sich zudem bei Bernd Kalvelage für sein gesellschaftliches Engagement. So kommen die Spenden zum Jubiläumsfest, immerhin eine fünfstellige Summe, dem Förderverein der Berufsbildenden Schulen (BBS) am Museumsdorf in Cloppenburg zugute.

Im Gespräch mit Moderator Uwe Haring hob Bernd Kalvelage die Meilensteine der Unternehmensgeschichte hervor: so 1969 der Kauf einer Putenschlachterei in Garrel (Kreis Cloppenburg), 1975 die Übernahme der Mehrheitsanteile durch Firmengründer Reinhold Kalvelage, 1993 die Aufnahme der Eigenmast und 2002 der Startschuss für die eigene Elterntier- und Brütereiproduktion. In den folgenden Jahren bündelte Kalvelage die gesamten Heidemark-Aktivitäten am Standort der 2007 erworbenen Schlachterei in Ahlhorn.

Kalvelage bedankte sich bei Wegbegleitern, Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern. Zahlreiche ehemalige Lehrlinge säßen inzwischen in Führungspositionen. Unterstützung erhalte die Geschäftsführung auch vom Beirat mit Martin Tschochner, Dr. Andreas Behr und Hans Degen. Schützenkönig, wie sein Vater Reinhold nach dessen Rückkehr ins Privatleben, wolle er nicht werden, sagte Bernd Kalvelage, dessen Familie aus Höltinghausen stammt.

Auf den hohen Stellenwert der mittelständischen Familienbetriebe in der Geflügelwirtschaft wies Prof. Dr. Hans-Wilhelm Windhorst, Wissenschaftlicher Leiter des Wissenschafts- und Informationszentrums Nachhaltige Geflügelwirtschaft (WING) an der Universität Vechta, in einer Gesprächsrunde mit Bernd und Christopher Kalvelage sowie Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Interessenverbandes der niedersächsischen Geflügelwirtschaft, hin. Windhorst: „Die Veredelungswirtschaft hat ihren Zenit überschritten. Wir hätten viel gewonnen, wenn wir den Status quo halten.“ Er mahnte die Geflügelwirtschaft, den Nachweis einer artgerechten und klimaschützenden Produktionsweise zu erbringen. Die Politik müsse flankierend eingreifen, wenn es darum gehe, die Stärken der Branche den Verbrauchern deutlich zu machen. Deutschland produziere nicht nur tolle Autos, sondern auch Lebensmittel auf dem höchsten Niveau.

Mehr Importfleisch

Ähnlich sah es Ex-Agrar-Staatssekretär Ripke: Die Branche kämpfe für ein verpflichtendes Herkunftskennzeichen. In Sachen Tierwohl und Nachhaltigkeit vermisse er konsequentes Handeln der Politik. Schon heute importiere Deutschland 500 000 Tonnen Geflügelfleisch pro Jahr, das unter wettbewerbswidrigen Bedingungen produziert worden sei. Wenn nun weitere 200 000 Tonnen zollfrei eingeführt werden sollen, müsse wie bei deutschen Produzenten auf den ökologischen Fingerabdruck geachtet werden.

Für Unterhaltung beim Fest sorgte Komiker Andreas Neumann, der Prominente wie Inge Meysel, Heinz Rühmann oder Didi Hallervorden parodierte. Passend zum Jubiläum reichte Ripke einen 50-prozentigen „Heidegeist“ an den neuen Firmenchef Christopher Kalvelage weiter.

Den Tag der offenen Tür verbrachte Gastgeber Kalvelage zwischenzeitlich inmitten zahlreicher neugieriger Ausflügler aus der Region. Den interessierten Gästen stand der junge Heidemark-Inhaber bereitwillig Rede und Antwort. Zum familiengerechten Programm des Nachmittags gehörten Kinderschminkstation, Hüpfburg und Bullenreiten. Auf Interesse stießen die zahlreichen Führungen durch die Schlachterei. Kulinarisch bewegte sich Heidemark auf sicherem Terrain und servierte auch Putenleckereien.


Ein Video gibt es unter   www.nwzonline.de 
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Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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