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Lebensmittel Hohe Standards bei Produktion

AHLHORN - Aktuell werde mit Tierhaltung und Tierschutz Meinung gemacht und auch Politik, stellte Friedrich-Otto Ripke (CDU), Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, am Donnerstag bei einem Besuch der Firma Heidemark in Ahlhorn fest. Von vielen Kritikern würden die Fakten nicht beachtet. Man müsse den Verbrauchern häufiger sagen, dass es noch nie so sichere und preiswerte Lebensmittel wie heute gegeben habe.

Ripke verwies auf den „niedersächsischen Weg“, mit dem „Tierschutzplan“ alle gesellschaftlichen Gruppen (inklusive Tierschützer) teilhaben zu lassen an der Entwicklung von Zielen zur Verbesserung des Schutzes von Nutztieren. In Versuchen werde erarbeitet, was machbar sei.

Ripke besuchte die Firma Heidemark in Begleitung des CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley und weiterer CDU-Politiker. Firmenchef Bernd Kalvelage stellte das am Standort Ahlhorn in den vergangenen Jahren stark gewachsene Unternehmen vor. Heidemark legt großen Wert auf Transparenz bei der Produktion. So gibt es in Ahlhorn einen Besuchergang, von dem aus durch große Fenster die Putenschlachtung, Zerlegung und Weiterverarbeitung beobachtet werden kann.

Gemeinsame Ziele

Kalvelage betonte die „ganz ganz hohen Standards“ nach denen Heidemark produziere. „Wir wollen immer besser werden“, so der Firmenchef. In der Produktion habe es in den vergangenen Jahren regelrechte Quantensprünge gegeben. In der heutigen „Schlagzeilengesellschaft“ vermisse er die sachlich-fachliche Darstellung. Wenn der Tierschutz als Wahlkampfthema von politischen Gruppen genutzt werde, sei dies Politik, die auf dem Rücken der Landwirtschaft ausgetragen werde.

Letztendlich führe eine solche Politik dazu, dass die Lebensmittelproduktion von Deutschland ins Ausland verlagert werde. Was dann an Lebensmitteln wieder nach Deutschland importiert werde, sei vermutlich nach sehr viel schlechteren Standards produziert. Die Tierproduktion hier zu verdrängen, nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“, sei der falsche Weg.


Wilhelm Hoffrogge, Verbandsvorsitzender der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft, nahm ebenfalls am Gespräch mit Ripke teil. Laut Hoffrogge ist in diesen Tagen der Start einer „Transparenzoffensive“ geplant. „60 Betriebe wollen ihre Stalltüren öffnen“, berichtete Hoffrogge. Dies wolle der Verband gerade auch für jene Menschen und Gruppierungen tun, „die unseren Wirtschaftsbereich kritisch betrachten“. Insgesamt sei der Geflügelverband froh, das es den niedersächsischen Tierschutzplan gebe, um mit vielen anderen Organisationen über die Problematik zu sprechen. Hoffrogge sieht gute Voraussetzungen, dass das mit Sachverstand und Augenmaß geschieht, „so dass wir nicht unsere Wettbewerbsfähigkeit verlieren“.

Regionale Produktion

Die Außendarstellung zu intensivieren, hält auch Staatssekretär Ripke für einen guten Weg. Dabei sei es wichtig, dass die „Botschafter aus den Betrieben heraus“ kämen. Nach dem Moto: „Wir produzieren das unter Euren Augen!“ Die regionale Produktion werde immer mehr Bedeutung erhalten. Es gehe um Vertrauen, Offenheit, Kommunikation und Transparenz.

Es gibt viel zu tun, und es gibt auch unterschiedliche Meinungen zu den Reizthemen wie zum Beispiel „Antibiotikaeinsatz“, „Tiertransportzeiten“ oder „Schnabelbehandlung“, stellte Tierarzt Dr. Klaus Peter Behr von der Ani­Con Labor GmbH in einem Referat dar.

NWZ

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Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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