AHLHORN - Im Verlauf einer Kundenkonferenz mit 200 Gästen aus Wirtschaft und Politik wurde am Freitag der langjährige Vorsitzende der Geschäftsführung der Ahlhorner Firma Gräper, Diplom-Ingenieur Werner Lüers (65), in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger als Sprecher der Geschäftsführung ist Diplom-Ingenieur Christian Lange.
Horst-Günter Lucke, Vorsitzender des Beirats der Gräper-Gruppe, würdigte in seiner Laudatio das herausragende unternehmerische Wirken des scheidenden Geschäftsführers. Werner Lüers sei „ein Glücksfall für Gräper“ gewesen, sagte Lucke.
Mehr als drei Jahrzehnte war Werner Lüers mit großem Geschick für das Unternehmen im Einsatz, das eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat bei der Herstellung von Kalksandsteinen und Transformatorenstationen. Letztere wurden sogar schon bis nach China geliefert.
Unter Regie von Lüers verzehnfachte sich der Jahresumsatz der Gräper-Gruppe (aktuell: 110 Millionen Euro), und die Zahl der Mitarbeiter stieg von 122 zu Anfang der 1980er Jahre auf mittlerweile mehr als 700 Ingenieure, Facharbeiter und Servicekräfte an sieben Standorten in Deutschland, den Niederlanden und der Slowakei. Für Werner Lüers galt dabei immer die Devise: „Wachstum aus eigener Kraft!“
Das 1904 gegründete Kalksandsteinwerk Gräper wurde zu einem Unternehmen ausgebaut, das auch in den Bereichen Betonfertigung, Elektrotechnik und Metallbau enorme Kompetenzen entwickelt hat und mit innovativen Lösungen für Aufsehen sorgt, gerade auch im Bereich der Technik zum Verteilen erneuerbarer Energie.
In den Grußworten, unter anderem von EWE-Chef Dr. Werner Brinker und Finanzminister Hartmut Möllring, ging es gerade auch um die weiteren hohen Herausforderungen in diesem Bereich.
„Gräper ist bei diesem wichtigen Projekt schon mittendrin“, sagte Lüers-Nachfolger Christian Lange. Das Unternehmen bringe viel Erfahrung ein, um „komplexe technische Konzepte für die Energieversorgung in zuverlässige Lösungen umzusetzen“.
