Ahlhorn - Direkt an der Straße Am Lemsen in Ahlhorn – auf der anderen Seite der Grundschule – laufen seit einiger Zeit die Bauarbeiten für drei Bungalows. „Sie passen hervorragend in die Umgebung“, meinte Andrea Oefler (SPD) am Donnerstagabend im Großenkneter Planungsausschuss zu den „kleinen und überschaubaren“ Neubauten. Die drei Häuser sind dabei erst der Einstieg. Noch sieben weitere dieses Typs sind auf der rückwärtigen Fläche geplant. Dafür will die Gemeinde jetzt den neuen Bebauungsplan Nr. 128 „Ahlhorn – westlich am Lemsen“ entwickeln. Das soll im beschleunigten Verfahren passieren. Der Ausschuss stimmte Planung und Entwurf einmütig zu.

Bei dem rund einem Hektar großen Areal handelt es sich um eine Fläche in Privatbesitz. Sie ist Teil der großen Fläche „Ahlhorn – Westerholtkamp“, die das Gebiet zwischen der Landesstraße 870, Westerholtkamp und Am Lemsen umfasst. Hier will die Gemeinde langfristig neue Flächen für den Wohnungsbau in Ahlhorn entwickeln. Da die Aufstellung des Plans Nr. 122 aber noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird, zieht die Kommune den östlichen Teil, der ihr nicht gehört, vor und beplant ihn innerhalb des B-Plans Nr. 128. Dadurch sollen die sieben weiteren Wohnhäuser ermöglicht werden. Das beschleunigte Verfahren nach Paragraf 13a des Baugesetzbuches sei möglich, da die Fläche klein genug sei, erläuterte Planer Joachim Mrotzek (Plan-Forum Nord).

Die Erschließung der Häuser (eingeschossige Bauweise, Firsthöhe neun Meter, Traufhöhe drei bis sechs Meter) soll allein über zwei Stichstraßen von der Straße Am Lemsen aus erfolgen. Das beratende Ausschussmitglied Matthias Reinkober störte sich daran, dass kein Wendehammer vorgesehen sei und die Bewohner die Mülltonnen bis nach vorne an die Straße schieben müssten. Verwaltung und Planer entgegneten, dass dieser Plan der Wunsch des Investors sei. Bürgermeister Thorsten Schmidtke betonte zudem, dass eine spätere Verlängerung der Stichstraßen zur Erschließung des weiteren Wohnbaugebiets ausdrücklich vom Eigentümer ausgeschlossen worden sei.