Ahlhorn - Eine „Institution“ beim Deutschen Roten Kreuz in Ahlhorn hört auf. Rosemarie Götz hat jetzt die Leitung der Kleiderkammer an der Wildeshauser Straße nach fast 30 Jahren abgegeben. Bedürftige Menschen zu unterstützen und einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, das war ihr immer wichtig. Mit viel Herzblut und Liebe zum Detail hat sie fast drei Jahrzehnte lang die Geschicke der Einrichtung geleitet und war auch eine Art „öffentliches Gesicht“ des DRK.
Götz fing vor vielen Jahren an, sich in der Kleiderkammer zu engagieren und ist dann „irgendwie daran hängen geblieben“, wie sie es selbst beschreibt. Heute hat sie viele Helferinnen und Helfer, die ebenfalls diesen Weg gehen und gemeinsam Gutes tun. „Für mich ist mit 75 Jahren nun so langsam Schluss“, erklärt Rosemarie Götz und gleichzeitig freut sie sich, dass ihre beiden Helferinnen Ludmilla Schmik und Irina Minich die Leitung übernehmen. „Beide sind schon seit vielen Jahren dabei und kennen sich hier aus. Im Notfall stehe ich aber auch immer noch zur Verfügung“, betont die scheidende Leiterin.
In der Kleiderkammer wurden in 2018 rund 4000 Kleidungsstücke an rund 1400 Besucher und Besucherinnen ausgegeben. Wer einen Bedarfsschein der Gemeinde vorlegen kann, bekommt Hosen, T-Shirts und andere Textilien kostenlos. Gegen einen kleinen Obolus kann sich in der Kleiderkammer jedoch jeder neu einkleiden. „Ich hoffe, die Bürgerinnen und Bürger in und um Ahlhorn spenden weiter für die bedürftigen Menschen“, erklärt Götz und bedauert den Rückgang der Kleiderspenden in 2018.
Kreisverbandsvorstand Michael Venzke bedankte sich bei der langjährigen Leiterin der Kleiderkammer und lobte, dass so ein Engagement heute kaum noch vorkomme.
