AHLHORN - Kreuzkröten und Laubfrösche sind rar geworden an den Ahlhorner Fischteichen. Deshalb wird jetzt ein verlandender Teich an der Zufahrtstraße zum Blockhaus Ahlhorn durch die Niedersächsischen Landesforsten wieder instand gesetzt. Damit soll die Wiederbesiedlung der Amphibien unterstützt werden.
Was früher aussah wie ein klassischer Waldweiher, ist heute ein wegen Wassermangels und Überdüngung verlandender Teich, in dem die früher vorkommende Kreuzkröte nicht mehr leben kann.
Wasserzuführung gelegt
Vor ein paar Jahren wurde bereits eine eigene Wasserzuführung zum Teich gelegt, um bei Bedarf Wasser zuführen zu können, unabhängig vom Grabensystem der anderen Teiche.
Mit dem jetzigen Schritt werden auf etwa zehn Metern Tiefe die Zitterpappeln am Ufer entfernt, um die Beschattung und den Laubwurf für die Wasserfläche zu vermindern. Etwas später werden wir dann mit dem Bagger vorsichtig die Teichsohle vertiefen und das organische Material entnehmen, sagt Jörn Schöttelndreier, Waldökologe des Forstamtes, der die Maßnahme in Abstimmung mit den Behörden und den Spezialisten des Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ausführt.
Vorkommen in der Nähe
Während der Kammmolch sich in dem etwa 4000 Quadratmeter großen Teich noch mit einem von zwei bedeutenden Vorkommen in der Ahlhorner Teichlandschaft hält, sind Amphibien wie Kreuzkröte und Laubfrosch nicht mehr zu finden.
Die Kreuzkröte befindet sich mit einem Restvorkommen noch einige hundert Meter entfernt, begründet Jörn Schöttelndreier seine Hoffnung auf rasche Wiederbesiedlung nach der Maßnahme. Diese ist auch im Erhaltungs- und Entwicklungsplan für die Ahlhorner Fischteiche vorgesehen.
