Ahlhorn - Noch hat die Freiwillige Feuerwehr Ahlhorn das neue Feuerwehrhaus an der Kirchstraße nicht gänzlich bezogen, da stellte sich schon Besuch aus der Kommunalpolitik ein. Am Montagabend besichtigte die Gruppe aus CDU und FDP den Neubau, um sich ein Bild zu machen. Gekommen war auch Hartmut Theilen von der Gemeindeverwaltung, unter anderem zuständig für das Feuerwehrwesen.
„Wenn die Gruppe das Bauvorhaben nicht durchgewinkt hätte, dann ständen wir hier heute nicht“, so Gruppensprecherin Andrea Naber. „Ihr müsst jetzt damit arbeiten und das Beste aus diesem Standort machen.“
Das nahmen Ortsbrandmeister Carsten Rönnau, zugleich Gemeindebrandmeister, und dessen Stellvertreter Enno Lueken, gerne auf. „Für die Ahlhorner Wehr ist das auf jeden Fall eine große Verbesserung, denn die Zustände im alten Feuerwehrhaus sind dagegen katastrophal.“
Das neue Feuerwehrhaus befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes. Über diesen Standort gab es lange Diskussionen, da die Anbindung über die Kirchstraße erfolgt und die Anlieger um ihre Ruhe fürchteten. Die Lösung: Das Gebäude liegt zwar direkt an der Kirchstraße, ist aber zu Übungsdiensten in der Regel nur über die Hauptwache zu erreichen.
Wie vom Ortsbrandmeister dargestellt wurde, werden nur im Bedarfsfall die Tore direkt an der Kirchstraße, der Nord- und Hauptwache über Funkmeldung geöffnet. „Das hat den Vorteil, dass die Kameraden nicht alle über die Kirchstraße anfahren müssen und auch schneller zum Einsatz kommen“, so Enno Lueken. Auf Alarmfahrten direkt nach der Ausfahrt soll so weit wie möglich verzichtet werden, um die Anwohner nicht zu stark zu belasten.
„Der Standort hier ist sehr gut gelegen, denn eine Feuerwehr gehört in den Ort“, erklärten Rönnau und Lueken gemeinsam. Imke Haake (FDP) meinte dazu: „Mit Rücksicht aller, kann von hier aus im Notfall schnell reagiert werden.“
Gebaut wurde das Feuerwehrhaus von der Bunte-Gruppe. Vom Termin her war das eine Punktlandung, „denn im August sollte das Haus fertig sein. Das gelang genau auf den Stichtag“, sagte Rönnau. Zurzeit laufen noch die letzten Arbeiten, einige Möbel müssen noch ein- beziehungsweise aufgebaut werden. „Das läuft auf Hochtouren, denn am 4. Oktober soll eine feuerwehrinterne Einweihungsfeier stattfinden.“ Der öffentliche Einweihungsakt ist für das kommende Frühjahr vorgesehen.
Zunächst mietet die Gemeinde Großenkneten das neue Feuerwehrhaus von der Bunte-Gruppe. In zwei Jahren werden die Investitionskosten von 2,2 Mio. Euro für den Bau und 150 000 Euro für die Einrichtung von der Gemeinde dann überwiesen. „Das soll im September 2016 erfolgen“, sagte Hartmut Theilen.
Sieben Fahrzeuge finden in dem Neubau Platz. Darunter auch das ehemalige Flugplatz-Einsatzfahrzeug, das in den Besitz der Gemeinde übergegangen ist.
