AHRENSDORF - Wenn die Einwohner der Ortschaft Ahrensdorf am Sonnabend mit einer Jubiläumsfeier an die Gründung des Dorfes vor 75 Jahren erinnern, dann sind auch die beiden ältesten Einwohner dabei. Christine Oeltjen-Bruns (88) und Herbert Albers (90) gehören zwar zum „alten Eisen“, sind aber fest in die Dorfgemeinschaft integriert.
Herbert Albers kam als 15-Jähriger im Jahre 1934 mit seiner Eltern aus der Friesischen Wehde nach Ahrensdorf. Damals – vor genau 75 Jahren – zählte sein Vater Willi zu den ersten Landwirten, denen vom Oldenburger Siedlungsamt eine Hofstelle in der neuen Ortschaft am Küstenkanal zugewiesen wurde. Zunächst lebte die Familie in einer Wohnbaracke. Erst später entstand ein schmuckes Wohnhaus.
1957 übernahm Herbert Albers den Hof vom Vater und betrieb ihn bis 1970. Dann stieg sein Sohn Günter ein. Fortan fand Herbert Albers Zeit für seine Hobbys: Laubsägearbeiten und die Gartenarbeit standen stets im Mittelpunkt seines Lebens. Herbert Albers: „Jetzt genieße ich das Leben, kümmere mich noch ein wenig um den Garten und den Haushalt.“
Seit 63 Jahren lebt Christine Oeltjen-Bruns in Ahrensdorf. Sie war damals wegen der Liebe von Elisabethfehn nach Ahrensdorf umgezogen und erinnert sich: „Die Möbel wurden auf einen Pferdewagen verladen, mit dem es dann nach Ahrensdorf ging.“ Ihr Ehemann verstarb bereits vor 38 Jahren. Christine Oeltjen-Bruns fand Beschäftigung bei der AEG in Oldenburg. Dort baute sie bis zum Rentenalter Kleinmotoren und Schreibmaschinen zusammen.
Jetzt lebt die 88-Jährige alleine in ihrem Haus am Kanal, hat jedoch tägliche Betreuung. Sie geht viel spazieren, liest täglich Zeitung und versorgt ihren Kater. Regelmäßige bricht zu kleineren Fahrradtouren auf.
Auch Herbert Albers ist noch viel unterwegs: „Ich freue mich, dass ich gesund bin und noch sehr gut Auto fahren kann.“
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