Davos/Dubai - Beim Ausbau seines Streckennetzes setzt der Airbus-Großkunde Emirates vor allem auf Flugzeuge des Typs Boeing 777x. Der Konkurrent des Langstreckenjets A350 habe „mehr Reichweite und wird uns helfen, gewisse Märkte anzufliegen, die wir heute nicht nonstop bedienen können“, sagte Emirates-Vertriebschef Thierry Antinori.
Im Blick hat die Staatslinie des Emirats Dubai unter anderem Mexiko-City. Er gehe davon aus, dass die 777x von Ende 2019 an im Einsatz sein werde, sagte Antinori am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.
Emirates hatte 2014 wenige Monate vor der Erstauslieferung der A350 die komplette Bestellung über 70 Maschinen annulliert. Vom Konkurrenzmodell 777x bestellte die Airline hingegen 150 Stück.
Antinori sagte aber, dass die Fluglinie auch weiterhin auf den Großraumflieger A380 setze. „Dieses Flugzeug hat eine große Akzeptanz bei unseren Kunden, das ist das Flaggschiff von Emirates. Wir werden 2017 weitere A380 in die Flotte aufnehmen und mehr Ziele mit A380 anfliegen.“ Geplant seien Tokio-Narita, São Paulo, Casablanca und Johannesburg. Derzeit hat Emirates als größter Abnehmer 92 Maschinen des Typs A380 im Dienst und wartet auf die Auslieferung von weiteren 50.
Antinori sagte, dass Emirates derzeit keine Billigplattform plane. Zudem sei keine strategische Zusammenarbeit mit anderen Fluglinien in Europa vorgesehen.
