• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Airbus knackt japanischen Markt

08.10.2013

Tokio /Frankfurt Flugzeugbauer Airbus schafft mit einem Milliardenauftrag von Japan Airlines (JAL) den Durchbruch auf dem japanischen Luftfahrtmarkt. Der bisherige Stammkunde des US-Konkurrenten Boeing bestellt bei den Europäern 31 Exemplare des neuen Langstreckenjets A 350, wie Airbus-Chef Fabrice Brégier und die JAL-Führung am Montag in Tokio bekanntgaben.

Laut Preisliste haben die Flugzeuge einen Wert von 9,5 Milliarden US-Dollar (7,0 Mrd Euro). Bei Flugzeugbestellungen sind aber Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich. Die Auslieferung soll 2019 anlaufen. Hinzu kommen Kaufoptionen für weitere 25 Maschinen der Serie.

Düster sieht dagegen die Bilanz für das doppelstöckige Flaggschiff A 380 aus: Von den für 2013 angepeilten 25 Bestellungen ist noch keine einzige festgezurrt. Die Lufthansa bestätigte derweil Berichte, nach denen sie Optionen auf drei A 380 nicht ziehen will. Die Vorbestellungen waren im Jahr 2001 vereinbart worden und passten nicht mehr zur aktuellen Flottenplanung, erläuterte ein Sprecher.

Dagegen konnte Airbus sowohl für die A 320-Mittelstreckenjets als auch für den Großraumjet A 350 zuletzt viele Aufträge verbuchen. „Auf diesem Markt unseres Wettbewerbers den Durchbruch zu schaffen, war eines unserer wichtigsten Ziele“, sagte Brégier in Tokio. Japan Airlines und der Rivale All Nippon Airways (ANA) sind bisher Großkunden des US-Herstellers Boeing. Für JAL ist der jetzige Auftrag die erste Bestellung bei Airbus überhaupt.

Die Pannen bei Boeings Langstreckenjet 787 „Dreamliner“ hatten beiden Fluglinien jedoch Negativschlagzeilen eingebrockt. Anfang 2013 musste der Flugzeugtyp wegen Brandgefahr an den Lithium-Ionen-Akkus drei Monate lang am Boden bleiben. In einer Maschine der JAL war zuvor ein Feuer ausgebrochen, ein „Dreamliner“ der ANA musste wegen eines schmorenden Akkus notlanden. Das Flugverbot traf sie so schwer wie keine andere Gesellschaft weltweit.

Boeing zeigte sich „enttäuscht“ von der Entscheidung. Allerdings erwarte man, dass die Partnerschaft mit den Japanern weitergehe.

Der Airbus A 350 konkurriert sowohl mit dem „Dreamliner“ als auch mit Boeings Verkaufsschlager 777. Mit der Order aus Japan hat Airbus nun verbindliche Bestellungen für 756 Maschinen des Typs eingesammelt.

Das sichert auch Beschäftigung in den deutschen Werken. Nach rund 3000 zusätzlichen Stellen in den vergangenen beiden Jahren seien auch 2013 weitere Mitarbeiter hinzugekommen, sagte ein Airbus-Sprecher in Hamburg.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.