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Aktion Den Visionen dicht auf der Spur

WILDESHAUSEN - Im Rücken der Besuchergruppe befindet sich der Sportplatz der einstigen Wittekindkaserne. Die 20 Gäste stehen auf einem Wall und blicken auf zwei große Sandgruben. Die vordere soll schon in absehbarer Zeit ein See werden, rundherum umgeben von den ersten Häusern des ersten Bauabschnitts des „Gut Spascher Sand Resorts“. Da kommt doch noch, kurz vor Ende, die Frage, bei der Petra Sechting komplett passen muss. „Wo kommt das Wasser für den See her?“, will einer der 20

NWZ

 -Leser wissen. „Das ist die eine Frage, die ich nicht beantworten kann“, entgegnet die gut gelaunte Sechting lachend.

Den Besuchern gefällt es

Ansonsten bleibt die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Kultur auf Gut Spascher Sand keine Antworten schuldig und bietet den Gästen der

NWZ

 -Exklusiv-Führung einen äußerst interessanten Einblick in die bisherige Entwicklung, die aktuelle Situation und die kommenden Projekte auf dem großen Areal. Der rund anderthalbstündige Gang über das weitläufige Parkareal kommt bei den Gästen sehr gut an. „Schön, dass alles einmal gesehen zu haben“, so Sigrid Helmers aus Hurrel. Ebenfalls angetan ist Pia Liebig: „Sehr informativ. Ich bin auch schon zweimal zu Tagen der offenen Tür hier gewesen.“

Der Dienstagnachmittag beginnt für die 20 Leser bei Kaffee und Kuchen in der Info-Scheune. Sechting, seit April auf Gut Spascher Sand tätig, merkt man an, wie viel Spaß ihr die Arbeit macht. „Ganz spannend ist es. Es entwickelt sich täglich dynamisch weiter“, sagt die Ganderkeseerin, die vielen auch als Geschichten und Märchenerzählerin auf Festen bekannt sein dürfte. Mit Märchen hat dieser Dienstag aber nichts zu tun. Sechting liefert viele harte Fakten und schildert zudem lebendig die Visionen des Ehepaars Renate und Wolfgang Rixen. Viele haben sich schon erfüllt: Rund 250 Kinder sind inzwischen täglich in den Kindergärten, der Grundschule und der ersten Integrierten Gesamtschule im Landkreis am lernen.

Zunächst war es die Privatschule, die das Ehepaar Rixen motivierte, Millionenbeträge in das einst marode Gut zu stecken. Eine Ganztagsschule, gemäß der Montessori-Pädagogik, verbunden mit neuen Ansätzen, ist entstanden. Als dann das Areal der Kaserne zum Verkauf stand, „hat Rixen kurzerhand das Gelände aufgekauft!“, berichtete Sechting. Hier schwebe dem Unternehmer eine hochwertige Bebauung vor. „Das steht jetzt kurz vor der Verwirklichung.“ Im September soll das erste Musterhaus entstehen.

Einheitliches Bild

In der Infoscheune zeigt die Referentin anhand von vielen Modellen, wie das einstige Bundeswehrgebiet umgewandelt wird. Der Spaziergang führt zunächst durch das Schulgelände, kurz nach 17.30 Uhr völlig verwaist: eine Oase der Ruhe und der Harmonie. Durch den perfekt gepflegten Park geht es über eine neue Brücke über die Bäke, immer auf einem erst vor kurzem angelegten schönen Weg in Richtung Wall. Die Baustelle liegt vor den Besuchern. Materialien wie Holz, Tonziegel und Putz sollen auch hier eines Tages dominieren. „Ein einheitliches Bild“ sei das Ziel. Sechting vergleicht es mit Italien. Da gebe es in den alten Städten auch ähnliche Gebäude, die zusammen ein einheitliches Bild ergeben. „Wohltuend“, sei das, sagt sie. Grundsätzlich seien zwei Häusertypen geplant, wobei jeder Bauherr seine eigenen Ansprüche in Absprache mit dem Planer verwirklichen könne. „Die Häuser sind nicht eingezäunt, sie liegen wie in einer Parklandschaft.“ Gärtner werden die Anlage pflegen, die Kosten werden umgelegt. Zu jedem Haus gehört eine Doppelgarage für die Autos der Bewohner. Ansonsten werden die Wege für andere Fahrzeuge tabu sein, für sie entstehen Parkplätze außerhalb, erfahren die Gäste.

Bundesweit beachtet

„Toll, wenn es jemand gibt, der so etwas macht“, ist aus den Zuhörerreihen angesichts der Dimensionen des Projektes zu hören. Zwischen 800 und 1200 Quadratmeter sollen die Grundstücke groß sein, der Quadratmeter zwischen 150 bis 200 Euro kosten. Bei den Preisen der Häuser fehlen noch die konkreten Zahlen, immer wieder werde an Details gefeilt, erzählt Petra Sechting. Das Interesse sei vorhanden, betont sie. Sie selber habe schon Interessenten aus Schleswig-Holstein oder vom bayerischen Schliersee geführt. Die Besucher hören es und so manchem entfährt ein erstauntes „Ah“ oder „Oh“. Es sind längst nicht die einzigen Äußerungen dieser Art an diesem Nachmittag.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement
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