Berlin - Die Frage nach möglichen Manipulationen bei Daimlers Dieselfahrzeugen beschäftigt die Aktionäre des Autobauers. „Können Sie Entwarnung geben, dass wir nicht ein Volkswagen 2.0 werden?“, sagte Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz am Mittwoch. Aufsichtsratschef Manfred Bischoff versuchte bei der Hauptversammlung in Berlin zu beschwichtigen: Der Aufsichtsrat habe sich regelmäßig mit Reputationsrisiken befasst, das beinhalte auch die Motorentechnologie – „im Schwerpunkt die Dieseltechnologie“.

Bislang schlagen sich die jüngsten Negativschlagzeilen über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Verdachts auf Abgasmanipulationen bei Dieselautos nicht in Verkaufszahlen nieder. Daimler erwartet für die Monate Januar bis März den höchsten jemals in einem Quartal erreichten Absatz.

Dennoch sollen 2019 die ersten Fahrzeuge der Elektromarke EQ an den Start gehen. Bis 2022 sind zehn neue Elek-tromodelle geplant.