Harkebrügge - Der Hegering Barßel geht mit gutem Beispiel voran. Die Jäger haben die erste Patenschaft über 30 Jahre für einen Obstbaum übernommen, der spätestens im Frühjahr auf einer Fläche an der Ecke Harkebrügger Weg/ Zum Walde gepflanzt wird. Dort plant der Aktiv-Kreis Harkebrügge das Anlegen einer Obstwiese, auf der dann im Laufe der kommenden Jahre Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Kirschen geerntet werden können.
Urkunden übergeben
Der Vorstand des Aktivkreises überreichte die ersten Patenschaftsurkunden an den Vorstand des Hegering Barßel. „Obstwiesen in der freien Landschaft sind für den Arten- und Biotopschutz besonders wertvoll. Eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten kann in dieser, von lichtem Baumbestand geprägten Landschaft, den Lebensraum finden, der in der Agrarsteppe verloren gegangen ist“, sagt Hegeringleiter Rudi Schulte. Daher habe man gerne die erste Patenschaft für einen Obstbaum übernommen.
„Wir hoffen nun, dass weitere Personen dem guten Beispiel der Barßeler Jägerschaft folgen und die Patenschaft für einen Obstbaum übernehmen“, erklärt der Chef des Aktivkreises, Thomas Tangemann. Darüber hinaus hoffe er auf Spenden. Aber auch vereinseigene Mittel sollen zur Umsetzung des Projektes eingesetzt werden. Rund 19 000 Euro betragen die Gesamtkosten. Im Patenbeitrag von 149 Euro werden die notwendigen Beschnitte der Bäume sowie Pflege der gesamten Wiese eingerechnet.
Bei der Obstwiese handelt es sich um eine Fläche von rund 1,5 Hektar, die mit rund 70 heimischen Obstsorten bepflanzt werden soll. „Wir finden, dass die Fläche sehr gut zum Anlegen einer Obstwiese geeignet ist. Die Nähe zum Barfußpark, dem geplanten Ferienpark, dem Sportgelände und die Nähe zur Schule und zum Kindergarten ist ideal“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Heinrich Block, der als Garten- und Landschaftsbauer die Projektleitung und praktische Umsetzung übernommen hat.
Nachhaltigkeit wichtig
Das Ganze soll natürlich nachhaltig sein – die Pflege ist da ganz entscheidend. Keine Anlage von Obstwiesen ohne Regelung der Pflege. Die Obstwiese wird eingefriedet und mit einem Drehtor versehen, außerdem werden die Bäume vor Verbiss gesichert werden. Gepflanzt werden in jedem Fall robuste, den jeweiligen Boden- und Klimaverhältnissen angepasste Sorten.
Informationen gibt es bei Heinrich Block unter
