Oldenburg - Viele Familien betreuen in ihren Reihen inzwischen Menschen, die an Demenz erkrankt sind: Einige davon kümmern sich zu Hause um die Angehörigen, andere Familien oder Einzelpersonen entschließen sich zu der Unterbringung in Heimen.

Um neue Erkenntnisse aus der Demenz-Forschung, aber auch um ganz praktische Tipps für die Versorgung Demenzkranker in Oldenburg geht es bei einer Veranstaltung am 4. November, zu der das Demenznetz in den Alten Landtag einlädt (Beginn 15.30 Uhr).

Nachdem im April unter dem Dach des Versorgungsnetzes Gesundheit das Demenznetz gegründet worden ist, gibt es jetzt am Theodor-Tantzen-Platz 8 die erste große öffentliche Veranstaltung einer Reihe, die „WissenSCHAFFT Gesellschaft“ lautet. Dabei stehen Menschen mit und ohne Demenz im Mittelpunkt, die zwar in einer gemeinsamen Welt leben, aber im täglichen Leben dennoch oft getrennt sind.

„Allein in Oldenburg tragen rund 3000 an Demenz und Alzheimer Erkrankte mit ihren Angehörigen dieses Los“, sagt Christiane Kern, Sprecherin des Demenznetzes. „Unser Ziel ist es, sie und ihre Familien in das öffentliche Leben zu integrieren und als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft zu verstehen.“

Mit dieser Veranstaltungsreihe sollen Unterstützungsangebote bekannt gemacht werden, die es in der Stadt und der Umgebung bereits gibt. „Gleichzeitig wollen wir mit Fachpublikum, Angehörigen und Interessierten über wichtige Fragestellungen zum Thema Demenz ins Gespräch kommen“, kündigt sie an.


Drei renommierte Referenten aus unterschiedlichen Fachgebieten berichten über neue Erkenntnisse aus der Demenzforschung: Prof. Dr. Franz Theuring von der Berliner Charité stellt seine Studienergebnisse über ein neues Alzheimer-Medikament vor.

Dr. Eske Christiane Gertje von der European Medical School (EMS) informiert über den aktuellen Stand der Demenzforschung und Dr. Eberhard Hesse und Elisabeth Spielmann aus Stuhr berichten über „Pro Dem“, ein Seniorenservicebüro, bei dem es sich um ein besonderes Versorgungsmodell handelt.

Anmeldungen zu der Veranstaltung sind möglich unter Tel. 403 2230 oder 403 3332 oder per Mail unter anmeldung-veranstaltung@klinikum-oldenburg.de