Nordenham - Das Pflegeheim Haus Tongern an der Sophie-Scholl-Straße hat einen neuen Betreiber und ist ausgezeichnet worden. Mehr noch: „Wir schreiben schwarze Zahlen“, teilte Einrichtungsleiterin Karoline Zöllner am Donnerstag in einem Pressegespräch mit.

Für acht Millionen Euro war das Pflegeheim errichtet worden. Unter dem Namen Vita-Forum hat es im April 2012 den Betrieb aufgenommen. Nach der Insolvenz der Vita-Forum GmbH im Mai 2014 hatte am 1. Juli 2014 ein neugegründetes Tochterunternehmen des Bauträgers, der Bremer Immobilien- und Finanzdienstleistungsfirma Hesse & Partner, den Betrieb übernommen – unter diesem neuen Namen: Haus Tongern.

Im Juli 2015 folgte die Betriebsübernahme durch die Firma Senator Beteiligungen GmbH mit Sitz in Lübeck.

Jetzt übernimmt die Alloheim-Gruppe (Alloheim Senioren-Residenzen SE, Düsseldorf) das Pflegezentrum – zusammen mit allen weiteren 47 Senioren-Residenzen der Senator-Gruppe.

Alloheim wächst damit nach eigenen Angaben auf rund 15 000 Pflegebetten und Appartements für Betreutes Wohnen. Zur Gruppe gehören 76 stationäre Pflege-Residenzen, 26 Häuser für Betreutes Wohnen und acht ambulante Dienste. Bei Alloheim sind zurzeit rund 6500 Mitarbeiter beschäftigt.


„Wir hatten durch die Firma Senator eine tolle Begleitung und konnten weiter so kreativ wie vorher sein“, freute sich am Donnerstag Hausleiterin Karoline Zöllner. Ebenso wie Pflegedienstleiterin Sharon Früstück erwartet sie nach dem steinigen Weg der Anfangsjahre mit dem Alloheim-Konzern eine positive Weiterentwicklung.

Dafür spreche auch das Ergebnis der unangemeldeten Regelprüfung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen. Im März 2015 sei die Qualität der stationären Pflegeeinrichtung noch mit der Note 1,7 bewertet worden. Die Prüfungen am 11. und 12. Januar dieses Jahres hätten die Note 1,0 ergeben.

Individuelle Betreuung, Eingewöhnungsphase und Dokumentation seien verbessert worden. Mitarbeiter hätten zahlreiche Fortbildungen absolviert.

Haus Tongern beschäftigt zurzeit 73 Mitarbeiter. Davon sind 40 in der Pflege, 16 in der Hauswirtschaft, 8 in der Betreuung und vier in der Verwaltung tätig. Eine Köchin, drei Pflegefachkräfte und eine Pflegeassistentin sind in der Ausbildung. „Wir haben die fachliche Qualität gesteigert und suchen weiteres Fachpersonal“, sagt Pflegedienstleiterin Sharon Früstück.

Die 72 Pflegebetten für Demenzpatienten und ältere Menschen mit körperlichen Erkrankungen sind seit Juli 2015 durchschnittlich zu 91 Prozent belegt.