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Ortsgeschichte Als Gletscher und Eiszeiten in Wüsting herrschten

Wüsting - Beim Seniorennachmittag in Wüsting bekamen die Besucher eine besondere Lehrstunde. Nach der Passionsandacht von Pastor Udo Dreyer in der Heilig-Geist-Kapelle, hielt Siegfried Hoffmann vom Bürgerverein Wüsting einen Vortrag über die Geschichte der Ortschaften Wüsting und Holle.

Wer jedoch dachte, schon alles über die Ortsgeschichte zu kennen, war immer wieder verblüfft, mit welcher Genauigkeit Hoffmann seine Nachforschungen betrieben hatte. „Um zu verstehen, wie und warum die Gestaltung und Entwicklung unseres Gebiets hier in der Region so verlaufen ist, wie sie verlaufen ist, müssen wir weit zurückblicken“, erklärte Hoffmann. Sogar bis auf die Eiszeiten als Gletscher und Landmassen aus Skandinavien in das heutige Gemeindegebiet gedrückt wurden. „Das landschaftsprägende Moor hat sich erst 10 000 Jahre vor Christus gebildet“, so Hoffmann weiter.

Die ersten Anzeichen auf menschliche Siedler wurden im Jahr 1952 festgestellt. Ein Feuersteindolch aus der Zeit von 5000 Jahren vor Christus und ein Bronzegefäß (2000 Jahre vor Christus) wurden bei Ausgrabungen in Wüsting gefunden.

Bau erster Dämme

Dann macht Hoffmann einen großen Sprung. Die Senioren befinden sich nun im achten Jahrhundert nach Christus. Der Frankenkönig Karl der Große herrschte und trieb die Christianisierung voran. Auch die Stämme der Lerigau und dem Ammergau, die im damaligen Wüsting siedelten, waren davon betroffen. Die Urbarmachung der vorherrschenden Sumpfgebiete begann um das Jahr 1063. Das Erzbistum Bremen verpachtete das Sumpfgebiet von Berne an der Hunte entlang bis Oldenburg zum größten Teil an Holländer, die zusammen mit der einheimischen Bevölkerung erste Dämme anlegten. Auf sogenannten Handtuchflächen wurde mithilfe dieser Dämme und Entwässerungsgräben Landwirtschaft betrieben. Um 1150 galt die Besiedlung des Gebietes als abgeschlossen.

Sandberg aus Eiszeit

Ebenfalls Erwähnung fand die Holler Kirche, die auf einem aus der Eiszeit geformten Sandberg steht. Zum ersten Mal wurde das als Fachwerkkirche errichtete Gebäude 1230 erwähnt. Das erste offizielle Dokument markiert die „Holländer Kerke“ in 1277.

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