Knöpfe annähen, Strümpfe stopfen und einfache Nähte mit der Maschine nähen – das hat Maria Hanke schon als Kind gelernt. Damals unterstützte sie wie ihre sechs Geschwister die Mutter, die für die Kindern die Kleidung nähte. Als Maria Hanke mit 20 Jahren ihr erstes von vier Kindern zur Welt brachte, begann sie ebenfalls, selbst Kleidung zu nähen. Jetzt, mit 65 Jahren, wagte sich die Rentnerin aus Neuenwege erstmals mit ihren selbstgenähten Jacken, Hemden, Hosen, T-Shirts und Hosen auf den Weihnachtsmarkt in Langendamm. „Ich wollte mal sehen, ob das klappt“, sagt Maria Hanke zu ihrer Motivation. „Es war eine schöne Atmosphäre dort. Ich habe mit vielen Leuten geredet und meine Kleidung verkauft.“ Ihre Zufriedenheit reicht so weit, dass sie sich gestern gleich für den Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr angemeldet hat.
Als Maria Hanke 2004 nach 18 Jahren bei Bahlsen in Rente ging, fehlte ihr etwas. „Ich bin in ein tiefes Loch gefallen, ich konnte nicht mehr richtig schlafen.“ Ein Jahr dauerte dieser Unruhestand. „Ich musste etwas tun.“ Sie erinnerte sich an ihre Nähkünste und kramte ihre Maschine wieder hervor. Sie begann, für ihre Enkel zu nähen. Inzwischen kommen immer öfter Verwandte und Bekannte und fragen bei Maria Hanke an. Ihre Auswahl ist groß; denn sie verfügt über jede Menge Schnittmuster.kop
Maria Hanke
Hobbyschneiderin
