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Nwz-Serie Alt-Handy durchs Loch – für die Umwelt

Hude - Handys oder Smartphones gehören heutzutage für viele Menschen zum alltäglichen Leben. Emails, Telefonate oder Kurznachrichten können so von überall gesendet werden.

Doch so rasant, wie sich die Technik weiterentwickelt, werden auch die Mobilfunkgerät schnell „alt“ und durch Neugeräte ausgetauscht. Wo bleiben dann die Altgeräte? „Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom schlummern mehr als 100 Millionen Alt-Handys in deutschen Schubladen“, schreibt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auf seiner Internetseite. Diese einfach in den Restmüll zu werfen, ist keine Option, da es gesetzlich verboten ist. Um die Umwelt zu schonen und die Rohstoffe aus alten Geräte wieder zu gewinnen, können alte Handys in Sammelboxen des Nabu abgegeben werden.

Eine solche Sammelbox gibt es auch in Hude – im Eingangsbereich des Rathauses. Durch das Loch der weißen Kartonbox können ausgemusterte Handys ganz einfach zum Recyceln eingeworfen werden. Auch Smartphones, Tablets, Headsets, Netzwerkteile und Ladekabel können seit kurzem ebenfalls abgegeben werden. Jürgen Boyn, Gründungsmitglied der Nabu-Ortsgruppe Hude, betreut seit mittlerweile mehr als vier Jahren die Huder-Sammelbox.

Reichlich genutzt

Kurz nach der Gründung des Nabu-Ortsvereins sei Rüdiger Wohlers, Geschäftsführer des Nabu Oldenburg, bei einer der ersten Sitzungen mit dieser Box unter dem Arm nach Hude gekommen und habe ihm die Aufgabe übertragen, diese aufzustellen, erzählt Boyn. Mit dem Rathaus als zentralem Anlaufpunkt in der Gemeinde sei für ihn schnell ein Ort für die Recyclingbox ausgemacht gewesen, dem Bürgermeister und Verwaltung ohne Probleme zugestimmt hätten, so Boyn.

Und in dieser Zeit haben die Huder die Recyclingmöglichkeit reichlich genutzt: Knapp 2100 Alt-Handys seien abgegeben worden, berichtet Boyn.

Viele Besucher des Rathauses würden sich nach der Sammelbox erkundigen, erzählt eine Mitarbeiterin der Gemeinde. Und so fragte auch ein interessierter Mann Jürgen Boyn beim Ortstermin, was alles in der Box abgegeben werden könnte. Boyn zeigt auf die Beschriftung der Box. Dort steht „Handy, Smartphone, Tablet, Netzteil, Ladekabel, Headset“.

„Dann komme ich mit einer einer vollen Tüte wieder“, sagt der Mann. Die nächsten Altgeräte, die aus der Schublade kommen, und umweltschonend abgegeben werden.

Die Mitarbeiter in der Verwaltung finden die Sammelbox im Eingangsbereich ihres Arbeitsortes ebenfalls praktisch. Auch sie geben ihre Altgeräte durch das Loch in den Karton.

Wenn die Box mal wieder voll ist, bringt Boyn die gesammelten Exemplare zur Nabu-Geschäftsstelle nach Oldenburg. Der dortige Geschäftsführer Rüdiger Wohlers ist über den Sammeleinsatz der Huder begeistert: „Die Huder Sammelbox ist eine der best bestücktesten Kästen im Oldenburger Land“, so Wohlers. Er ist Boyn für seinen Einsatz dankbar.

Weiter zum Recyceln

In Oldenburg werden die gesammelten Altgeräte auch der anderen Sammelstellen aus dem Oldenburger Land – mehrere Tausend Stück – an Recyclingunternehmen weitergeleitet. Funktionsfähige und vermarktbare Geräte werden dort wiederaufbereitet und verkauft. Handys, die nicht mehr nutzbar sind, werden recycelt. So werden unter anderem Rohstoffe, wie seltene Erden oder Mineralien, aus den Altgeräten wiedergewonnen, um sie für die Herstellung von neuen Geräten zu nutzen.

Seit mehr als 15 Jahren gebe es diese Aktion bereits im Oldenburger Land, berichtet Wohlers. Ihn und seine Mitstreiter überrascht, dass die Zahl an abgegebenen Mobilfunkgeräten nicht nur gleich geblieben sei, sondern stetig steige. Ein Grund dafür könne sein, vermutet er, dass viele ihre Handys mittlerweile fast jährlich wechseln und die alten Geräte dann abgeben.

Wer noch alte oder ausgemusterte Handys, Smartphones, Tablets, Netzteile, Ladekabel und Headsets zuhause liegen hat, kann diese weiterhin durch das Loch der Sammelbox werfen. Die Aktion des Nabu laufe unbefristet weiter, erklärt Wohlers.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland
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