Hude - Frühling im Huder Klosterviertel. Die Jakobsschafe tummeln sich mit ihrem Nachwuchs auf der Weide. Die Narzissen, die die Touristik-Palette e.V. im Herbst in die Erde gesetzt hat, blühen in voller Pracht. Einfach schön ist es in der „guten Stube“ der Gemeinde. Was allerdings seit Donnerstag diese Idylle beeinträchtigt, sind rot-weiße Flatterbänder, die in Verbindung mit einem Schild davor warnen, die alte Brücke aus Naturholz, die über den Huder Bach führt, zu betreten.
Einige Teile des Geländers sind so morsch, dass sie zusammenbrachen. Es ist der Gemeinde schon länger bekannt, dass die Brücke dringend saniert werden mus. Sie steht auch auf dem Brücken-Sanierungsplan des Zweckverbandes Kommunalservice Nordwest, der für die Gemeinde die Brücken-Unterhaltung übernimmt.
Doch jetzt ist sofortiges Handeln notwendig, um das Schmuckstück zeitnah zum Start der neuen Saison im Klosterviertel wieder auf Vordermann zu bringen. Ursprünglich sei ein Brückenneubau im Zuge des aktuellen Leaderprogramms vorgesehen, sagte am Freitag auf Nachfrage der NWZ Roland Arndt von der Gemeindeverwaltung. Das dauere aber noch, bis der Antrag auf Förderung der Komplettrestaurierung durch sei.
„In der Tat können wir so lange nicht warten“, stellte Roland Arndt fest.
Der Bauhof des Zweckverbandes werde deshalb kurzfristig zunächst eine provisorische Reparatur vornehmen.
Das Klosterviertel hat noch weitere Baustellen. Da ist zum Beispiel der Zaun, der als Abgrenzung zur Ruine dient. Morsche Pfosten, zum Teil notdürftig durch Kunststoffpfosten ersetzt, machen keinen guten Eindruck.
Eine Baustelle muss die Gemeinde am Kloster nicht mehr aufmachen: Die geplante Ladestation für Elektro-Autos, die auf einem Parkplatz an der Klostermühle eingerichtet werden sollte (NWZ berichtete), wird dort nicht mehr installiert. Wie Roland Arndt auf Nachfrage erklärte, habe die Obere Denkmalschutzbehörde ihr Veto gegen ein solches Vorhaben eingelegt. Nun soll die E-Tankstelle am Schützenplatz entstehen.
