Hollen - In diesem Jahr war alles anders: Die Treckerfreunde Hollen hatten zum 15. Oldtimertreffen nach Hollen eingeladen – und während es in den vergangenen Jahren noch auf dem großen Wühlacker rund ging, wenn zum Beispiel die alten Oldie-Traktoren Felsblöcke und Baumstämme zogen, ging es am vergangenen Wochenende auf dem Gelände etwas beschaulicher zu. Und auch die vielen Übernachtungsgäste, die sonst mit ihren Wagen angereist waren, hatten keinen Platz und mussten zu Hause bleiben. „Wir mussten umdenken“, so Heinz Eilers, einer der Organisatoren von den Treckerfreunden, „denn der Wühlacker stand uns nicht mehr zur Verfügung und wird es auch in den kommenden Jahren nicht mehr sein. Er wird jetzt für den Maisanbau benötigt.“ Natürlich stieß diese Maßnahme nicht bei allen Freunden dieser Veranstaltung auf Zustimmung. „Aber wir wollten es so und viele haben uns am Ende der Veranstaltung gesagt, dass die Entscheidung gut war“, so Eilers.
Also wurde die Traditionsveranstaltung zu einer Besichtigungsschau umfunktioniert, die Besucher kamen in großer Zahl. Nahe des Hollner Krugs hatten sich neben den 15 eigenen Traktoren der Hollner Treckerfreunde rund 100 weitere aus der gesamten Region dazu gesellt.
Die Traktor- und Oldtimer Freunde vom Jade-Moormasch waren gleich mit 18 betagten Treckern angereist. „Wir sind jedes Jahr in Hollen dabei“, so Onno Ferdinand aus Jaderberg, der mit einem alten Deutz, Baujahr 1953 dabei ist, „und in diesem Jahr gefällt es uns ganz besonders.“
Heino Büntemeyer aus Dänikhorst, der entspannt auf seinem alten Lanz, Baujahr 1957 sitzt, vermisst ein wenig den Trubel der letzten Jahre: „Es sind doch weniger Leute als sonst gekommen. Viele haben in den letzten Jahren das Spektakel auf dem Wühlacker genossen.“ „Genau richtig war die Entscheidung der Hollner Treckerfreunde“, so ein Vertreter des Treckerhoop’s Jührdenerfeld, „ich bin zum ersten Mal dabei und bin überrascht von der tollen Atmosphäre.“
Die Attraktion für die Besucher ist aber die alte Dreschmaschine aus den 50er Jahren. „Die alte Holthaus wurde damals noch in Bad Zwischenahn gebaut“, erzählt Olaf Kuck von den Hollner Treckerfreunden. Dabei hat er kaum Zeit zu reden, denn mit seinen Mitstreitern ist er fleißig dabei, das Korn zu dreschen. Er meint: „Schau dir mal das Ergebnis an: Einfach beste, saubere Arbeit!“
