Vechta - Die private Krankenversicherungsgruppe um die „Alte Oldenburger“ in Vechta entwickelt sich weiterhin gut. Das machten Vorstandsvorsitzender Georg Hake und Vorstandsmitglied Manfred Schnieders am Freitag am Firmensitz deutlich.

Demnach hat sich das Umfeld verbessert – für die Private Krankenversicherung (PKV) sei es nach der Bundestagswahl nicht zu Nachteilen gekommen und in der Diskussion stehe nun eher die gesetzliche Krankenversicherung (GKV); zugleich sei „Gesundheit“ für die Menschen ein wichtiges Thema geworden, mit aktuell etwa dem Pflegerisiko im Vordergrund.

Unterm Strich sei man „stolz“ auf das im Jahr 2013 Erreichte. Die Zahl der privaten Kranken-Vollversicherten stieg demnach in der Gruppe – mit den Standbeinen Alte Oldenburger und Provinzial – auf 61 807 (Vorjahr: 60 747). Noch stärker wuchs die Zusatzversicherungen auf 252 139 (248 240). Hier kooperiert man auch mit der AOK.

Die gebuchten Bruttobeiträge der Gruppe nahmen auf 271,4 (262,5) Millionen Euro zu. Nach Abzug des Schadenaufwandes und Deckungsrückstellungen ergeben sich Schadenquoten von 75,1 (Alte Oldenburger) beziehungsweise 69,4 Prozent (Provinzial). Stolz ist der Vorstand auf den Kapitalanlagenbestand von 1,44 (1,29) Milliarden Euro. Man habe 2013 eine stattliche Verzinsung von 4,1 Prozent erreicht. Gleichwohl bereiten die Niedrigzinsen Sorgen.

2014 laufe das Geschäft bisher „weiter sehr gut“, sagte Schnieders.


Die Alte Oldenburger geht auf einen Versicherungsverein zurück, der 1927 gegründet worden war. Dieser Verein mit mehr als 100 000 Mitgliedern ist noch heute einer der Aktionäre (35 Prozent) der Alte Oldenburger Beteiligungsgesellschaft, unter der die operativen Gesellschaften Alte Oldenburger Krankenversicherung AG (Vechta) und Provinzial Krankenversicherung Hannover AG/VGH angesiedelt sind. Weitere Aktionäre sind die Landschaftliche Brandkasse Hannover/VGH (60 Prozent) und die Landessparkasse zu Oldenburg (5).

Die Alte Oldenburger ist eine kleine unter den rund 40 PKV-Anbietern in Deutschland. Die Fäden etwa für bundesweiten Vertrieb und Strategie der Kapitalanlage laufen weiter in Vechta zusammen. Hier bezog man 2010 eine neue Zentrale, die fünf Standorte ersetzte. Die Zahl der Arbeitsplätze wächst ständig – 2013 von 256 auf 270, über 90 Prozent davon in Vechta.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)