Varel - Lange haben die Arbeiten geruht. Doch nun nimmt der Aufbau der Fundamente des alten Vareler Schlosses langsam Kontur an. „Mauern sollen überirdisch sichtbar werden“, titelte die NWZ  am 18. Juni und berichtete darüber, dass die bei Sanierungsarbeiten des Schlossplatzes gefundenen Gebäude-Reste für die Bevölkerung teilweise wieder aufgebaut werden sollen.

Am Donnerstag war es soweit, die Bauarbeiter rückten an. „Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe und eine Herausforderung, so eine Arbeit zu machen“, sagt Hans Popken, der gemeinsam mit seinem Kollegen Manfred Bohmann an der historischen Mauer arbeitet. Quasi als Experten sind sie vom ausführenden Vareler Bauunternehmen Brunken abgestellt worden.

Sie haben sich als Restauratoren einen Namen gemacht. „Wir waren auch an der Sanierung des Waisenhauses beteiligt“, sagt Bohmann. Das Schwierigste ist das Mauern der ungleichen Steine im Klosterformat. „Das ist kein schönes Arbeiten, weil die Steine nicht im Regelverband gemauert werden“, erläutert Hans Popken. Dennoch sind sich beide einig: „Es macht viel Spaß.“

Das eigentliche Fundament des Portals bleibt „im Untergrund“. Es wurde zuvor von Spezialisten mit einem Spezialmittel konserviert und tragfähig gemacht. Darauf wird der Mauerabschnitt aus historischen Steinen errichtet, die der Monumentendienst in Oldenburg zur Verfügung gestellt hat. Zudem werden Findlinge in die Mauern eingearbeitet, die bei den Ausgrabungen auf dem Schlossplatz gefunden worden waren. In 14 Tagen soll alles fertig sein. Manfred Bohmann will sich aber nicht festlegen. „Das kann man nie so genau sagen, denn es ist eben keine alltägliche Arbeit.“

Olaf Ulbrich
Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.)