Von August Hobbie
Frage:
Herr Braams, wie hat Ihnen der Klootschießer-Wettkampf mit der Gaffel gefallen?Braams:
Das war schon eine tolle Sache. Es hat allen große Freude bereitet. Das Wetter hätte besser nicht sein können. Der Spaß stand dabei eindeutig im Vordergrund.Frage:Wan
n und durch wen ist das Gaffelboßeln entstanden.Braams:
Die in Zetel bekannten Fünf Getreuen haben in den 20er Jahren damit angefangen. Sie haben sich regelmäßig über Jahre hinweg getroffen und mit ihren Sport betrieben. Später, nach dem letzten Krieg, ist Ernst Bödecker auf die Idee gekommen, mit der Gaffel Kloot zu werfen.Frage:
Ist das eigentlich eine schwierige Disziplin?Braams:
Eine gute Technik ist schon entscheidend. Die Kugel muss lange auf der Gaffel gehalten werden. Das ist das große Problem. Es muss dann mit dem richtigen Drall geworfen. Das erfordert schon einiges an Können.Frage:
Wird diese ganz besondere Sport wieder häufiger betrieben?Braams:
Es wird wohl bei einer Einzelaktion bleiben. Ich glaube nicht, dass es mit der Gaffel regelmäßige Wettkämpfe geben wird.Frage:
Sind sie nach als Friesensportler aktiv?Braams:
Nach wie vor bin ich mit meinen 72 Jahren noch aktiver Boßeler beim KBV „Lat’n rull’n“ Schweinebrück. Den Posten des Feldobmanns übe ich nicht mehr aus – 30 Jahre war ich im Amt.Herbert Braams war 30 Jahre Feldobmann der Friesensportler. Jetzt war der 72-Jährige beim Gaffelwerfen mit dabei.
