ALTENOYTHE - ALTENOYTHE/KR - Aus Anlass des Kolping-Gedenktages und der damit verbundenen Feier wurden in der St.-Vitus-Pfarrgemeinde Altenoythe drei Mitglieder für langjährige Treue zur Kolpingfamilie von Präses Pfarrer Leo Simon und Vorsitzenden Hans Schlimbach im Karl Borromäushaus geehrt. Pfarrer Simon würdigte die Aktivisten Clemens Lübbers, Wilhelm Tholen (beide 50 Jahre) und Otto Wegmann (25) als einen wichtigen Bestandteil des Gemeindelebens von St. Vitus, das sie durch ihr Einbringen in die Kolpingfamilie im christlichen Sinn mitgestaltet sowie Stärke und Gesicht gegeben hätten.
Kontinuität sei ein wichtiger Bestandteil für den Zusammenhalt von Vereinen und Verbänden. Sie hätten es über Jahrzehnte als aktive und engagierte Mitglieder bewiesen und in der Gemeinschaft der Kolpingfamilie Zeichen gesetzt, den Zielen von Adolf Kolpings seien sie stets tief verbunden gewesen und hätten sie durch ihren Einsatz für andere unterstrichen. Die Zeit von Kolping sei durch einen tief greifenden Umbruch und sozialen Wandel geprägt – von der Agrar- zur Industriegesellschaft –, der bis heute andauere, wenn man an die Mikroelektronik denke. Die damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen hätten das Christentum bei vielen an Bedeutung verlieren lassen, betonte Pfarrer Simon und forderte die gesamte Kolpingfamilie auf: „Helft, eine bessere Zukunft schaffen. Das Christentum muss aufs Neue die Welt erobern!“ Das bedeute unter anderem, junge Menschen zu tüchtige Christen anleiten und ihnen im Rahmen von Verein und Kirche Heimat geben.
Die menschlichen Grundbedürfnisse nach Herkunft, Sinn und Gemeinschaft, nach Orientierung und Ziel seien aktuell wie zu Zeiten von Kolping. Leo Simon forderte konkrete Zeichen hierzu von der Kolpingfamilie: Die monatlichen Frühschoppen sollen öfter thematisch gestaltet werden, ebenso solle sich die Kolpingfamilie häufiger an der Gestaltung von Gottesdiensten beteiligen, der Gebetsruf solle reaktiviert werden und die Aktionsgemeinschaft „Freunde der Mission“ solle von der Kolpingfamilie durch Aktionismus mit neuem Leben erfüllt werden, alle sollen sich zudem für die Werbung neuer Mitglieder einsetzen. „Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfande setzen!“, betonte Leo Simon hierzu.
Den Geehrten bescheinigte er in den vielen Jahren sich stets den neuen Herausforderungen der Zeit gestellt zu haben, und dabei seien sie immer der Idee Adolf Kolpings, sich den Problemen der Zeit zu stellen und an der Gestaltung der Gesellschaft mitzuwirken, treu geblieben. Einen Anfang machen, sei oft leicht, aber treu bleiben, das sei das Schwerste, lobte Pfarrer Leo Simon. Er überreichte Clemens Lübbers, Wilhelm Tholen und Otto Wegmann gemeinsam mit dem Vorsitzenden Hans Schlimbach eine Urkunde, die Ehrennadel sowie ein Präsent.
