ALTENOYTHE - Eine produktive Woche haben die Schüler der Klasse 8a der Heinrich-von-Oytha-Schule hinter sich. Sie haben von Montag bis Donnerstag ihr Praktikum in verschiedenen Abteilungen der Sozialen Arbeitsstätte der Caritas in Altenoythe absolviert. Ein Teil der Schüler hat zusammen mit den behinderten Beschäftigten ein Schwungtuch genäht. Dass beim Praktikum ein Produkt entsteht, ist ein Novum in den sechs Jahren, in denen die Zusammenarbeit der Schule und der Einrichtung existiert.

Normalerweise beschränkte sich das Praktikum auf Hospitationen, jetzt ist etwas Greifbares entstanden: Am Donnerstag präsentierten Schüler und Angestellte das Tuch, das einen Durchmesser von fünf Metern hat und aus dem Stoff alter Regenschirme geschneidert wurde.

Anfangs waren die Schüler noch reserviert und wussten nicht, was sie erwartet. Doch am Donnerstag stand fest: „Die Woche hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Thomas Mut (13). Anfangs hatte der Schüler Zweifel, ob sie es in nur vier Tagen schaffen, das große Tuch zu fertigen. Normalerweise hätten die Schüler noch einen Tag länger Zeit gehabt, doch da an diesem Freitag Schulleiter Hermann Reiners verabschiedet wird, mussten sie früher fertig sein, um an den Feierlichkeiten teilnehmen zu können.

„Alle haben mit angefasst in der Näherei, insgesamt waren fast 30 Personen beschäftigt“, sagte Gruppenleiterin Petra Stammermann. So wurde das Tuch, das in der Caritas bleiben wird, pünktlich fertig. Doch nicht nur die Arbeit mit den Behinderten machte den Schülern Spaß, auch in den Pausen haben sie sich gut integriert. Gemeinsame Spiele am Tischfußball oder Billard standen auf dem Plan. Das Tuch wird in der Einrichtung bleiben und kommt in den Sportstunden zum Einsatz. Verschiedene Spiele können damit durchgeführt werden. Und nach dem Besuch der Schüler bleibt die Verbindung durch das Tuch bestehen. Die Schüler haben die Angestellten der Arbeitsstätte eingeladen, sie mit dem Tuch im Sportunterricht zu besuchen und gemeinsam damit zu spielen.