Betrifft:
„Jahrhundert-Entscheidung“, NWZ vom 26. November 2009Ein Rathaus soll her – ist ja auch ganz geschickt eingefädelt worden kurz vor Ende der Amtszeit des Gemeindedirektors, wenig Kosten (zehn Prozent des Kaufpreises) und Mietzahlung an die Braker Wohnungsbau – bis wann? Wer will sich da ein Denkmal setzen? Wenn hier Konkurrenz entsteht zwischen Jade und Jaderberg, ist das nicht notwendig. Wenn von Jade und Jaderberg gesprochen wird, ist der eine oder andere Gemeindeteil der einen Gemeinde Jade gemeint, zu der auch Jaderberg gehört.Ich bin übrigens überzeugt, dass das Rathaus in Jade bleiben muss, denn Jade ist der geographische Mittelpunkt der Gemeinde. Die umliegenden Gemeindeteile (früher nannte man sie „Bauernschaften“) wie Jaderberg, Jaderaltendeich, Wapelersiel, Jaderaußendeich, Diekmannshausen, Schweiburg, Sehestedt, Augusthausen, Bollenhagen, Jaderlangstraße, Mentzhausen, Kreuzmoor gehören zur Gemeinde Jade. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich noch welche vergessen habe.
Außerdem ist Jade aus historischen Gründen zu bevorzugen, denn es ist viel älter als Jaderberg. Ein wenig Geschichtsbewusstsein schadet in diesem Zusammenhang auch nichts.
Die vielen Zugezogenen in Jaderberg sollten nicht nur an den kurzen Weg zum Rathaus denken, sondern sich bei den Alteingesessenen erkundigen. Schließlich wäre es ganz schön, wenn Jade nicht ganz sterben würde. Nur durch Erzählungen der Ureinwohner ist bekannt, dass das Dorf Jade früher Geschäfte, Post, Lokale, Handwerksbetriebe, Friseure, Gärtnereien hatte.
Glücklicherweise kann unsere schöne alte Kirche nicht nach Jaderberg gerollt werden! Außerdem: Was soll mit dem Gebäude werden, wenn ...? Der alte Teil darf jedenfalls nicht abgerissen werden!
Hildegard Noack26349 Jade
