ALTMOORHAUSEN/HURREL - Die Ortschaften Altmoorhausen-Hemmelsberg und Hurrel haben allen Grund, optimistisch nach vorne zu schauen: Beide haben auf Gemeindeebene im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen, Hurrel konnte sich sogar für den Landesentscheid im kommenden Jahr qualifizieren. Dass sowohl Hurrel als auch Altmoorhausen und Hemmelsberg vor der Zukunft nicht bange sein muss, dafür sorgt die nächste gute Nachricht: Das Trio wurde vom Amt für Landentwicklung ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen (die NWZ berichtete) und kann auf Fördermittel hoffen. „Positiv überrascht“ zeigt sich der Vorsitzende des Bürgervereins Altmoorhausen-Hemmelsberg, Hauke Ellinghusen, über die Entscheidung. Wir freuen uns sehr darüber“, fasst Marlies Pape die Stimmung in Hurrel zusammen.
Während Altmoorhausen-Hemmelsbergs erster Vorstoß, durch die Dorferneuerung gefördert zu werden, aus dem Jahr 2001 datiert, ist in Hurrel erst im vergangenen Herbst über die Antragsstellung diskutiert worden. Den Anstoß dazu hatte Günter Helmers gegeben. Die Hurreler luden Ellinghusen ein, und die Nachbardörfer wurden sich schnell einig, gemeinsame Sache zu machen. Der über die Gemeinde Hude im Frühjahr gestellte Antrag wurde prompt positiv beschieden.
Beide Ortschaften verfolgen ähnliche Konzepte – ihr gutes Abschneiden beim Dörfer-Wettstreit ist beileibe kein Zufall. „Zukunftsorientierung ist uns wichtig“, betont Ellinghusen. Ideen gibt es reichlich: So möchte der Bürgerverein in Altmoorhausen die öffentliche Fläche rund um die Infotafel neu gestaltet wissen. Auch neue Buswartehäuschen und die Verbesserung der Verkehrssicherheit stehen auf dem Wunschzettel – „mit der Dorferneuerung im Rücken lässt sich das viel leichter realisieren“, hofft Ellinghusen.
Auch in Hurrel hat man sich Gedanken gemacht: Am Brink soll ein Spiel- und Bolzplatz angelegt werden – Sponsoren machen es möglich, dass das Vorhaben auf der angepachteten Fläche in Angriff genommen wird, sobald sie abgeerntet ist. Mit Thomas Imhoff steht sogar schon ein Spielplatz-Pate parat. In der Landwirtschaft tut sich Außerordentliches: Keiner der 16 Vollerwerbsbetriebe hat Nachfolge-Probleme, mehrere Höfe investieren Millionen in Neubauten. Das Seminarhaus „Lichtblick“ am Sandersfelder Weg erweitert seine Ferienwohnungen auf eine Kapazität von 25 Betten. „Es ist hier enormes Potenzial vorhanden“, freut sich Marlies Pape.
Hauke Ellinghusen erwartet, dass sich die Dörfer durch die Zusammenarbeit „gegenseitig befruchten“ werden. Damit von der zu erarbeitenden Planung viel umgesetzt werden kann, hofft er auf die Kommunalpolitik, die für die Co-Finanzierung sorgen muss: „Schließlich sind wir so etwas wie Hudes Eingangspforte.“
Wie die Dorferneuerung funktioniert
