ALTMOORHAUSEN/OLDENBURG - All die Aufregung und Nervosität vor den Prüfungen ist jetzt Schnee von gestern: Jan Rathkamp kann sich über seine erbrachten Leistungen freuen und seinen Erfolg genießen. Der Systemelektroniker-Geselle, der erst vor kurzem aus seinem Heimatort Altmoorhausen nach Oldenburg zog, belegte beim Bundesleistungswettbewerb der Handwerkskammern einen guten zweiten Platz.

„Es war zum Schluss äußerst knapp“, sagt der 20-Jährige nach dem aufregenden Wochenende in Oldenburg. Als einer der 61 besten Nachwuchshandwerker Niedersachsens hatte er sich für den Bundesentscheid qualifiziert.

Seine Ausbildung zum Systemelektroniker bei Labom Mess- und Regeltechnik in Hude absolvierte er mit einer glatten 2,0 und wurde so Kammersieger.

Mit seinem Gesellenstück, der Elektronik für eine Rührmaschine für Zwei-Komponenten-Verguss, bewarb er sich dann um den Landessieger-Titel und qualifizierte sich gleich für die nächste Runde, den Bundeswettbewerb, da in seinem Berufsbereich die Konkurrenz fehlte.

„Ich war sehr aufgeregt“, erinnert er sich an die Prüfungsaufgabe, die ihm am Wochenende im Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik Oldenburg gestellt wurde.

In einer dreiviertel Stunde musste er gegen vier Konkurrenten seines Berufes eine Lastenfahrstuhlsteuerung bearbeiten. Wenig Zeit für die gestellten Aufgaben, fand er. Am Ende trennten ihn nur vier Punkte vom Sieg, doch der Konkurrent aus Nordrhein-Westfalen war ihm schließlich knapp voraus.

„Ich hätte es etwas besser machen können“, beurteilt Jan Rathkamp seine Leistungen. Aber hinterher sei man immer schlauer.

Wichtig ist, dass er mit der Teilnahme an dem Wettbewerb auch in seine Zukunft investiert hat: Von der Handwerkskammer bekommt er im Rahmen der Begabtenförderung ein Stipendium. Das will er voraussichtlich für eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker verwenden. „In Bremen und Wilhelmshaven gibt es gute Privatschulen.“

Bis dahin will der 20-Jährige sein Fachabitur an der Fachoberschule Technik in Oldenburg absolvieren. Seit Anfang August drückt er dafür wieder regelmäßig die Schulbank und verlegte auch seinen Wohnsitz in die Huntestadt.

Wo er später einmal arbeiten möchte, weiß Jan Rathkamp noch nicht, dass er seinen Beruf mit viel Leidenschaft ausübt, schon: „Ich kann mir im Moment nichts anderes vorstellen“.