ALTMOORHAUSEN - Es ist 10 Uhr am Donnerstagmorgen. Im Feuerwehrhaus an der Pohlstraße in Altmoorhausen muss Bürgervereinsvorsitzender Hauke Ellinghusen nicht lange auf seine Gäste warten. Eigentlich ist das Treffen erst für 10.15 Uhr angesetzt – aber überpünktlich, zur vollen Stunde, versammelt sich die Jury des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ um den langen Tisch, auf dem schon Getränke für sie bereitstehen. Als Gast ist Hudes Bürgermeister Axel Jahnz vor Ort. Ellinghusen begrüßt die Mitglieder der Kommission und lässt es sich aufgrund des verfrühten Eintreffens nicht nehmen, ein wenig eher mit seiner Power-Point-Präsentation über Altmoorhausen und Hemmelsberg zu beginnen. In etwa 90 Minuten möchte er die Jury davon überzeugen, dass Altmoorhausen durchaus „Zukunft hat“.
Ein Stück Ortsgeschichte
Er erklärt, dass sich die Bauerschaften Altmoorhausen, Hemmelsberg, Hurrel und Lintel derzeit in der Planung einer Dorferneuerung befinden. Der Genehmigungsbescheid fehle noch. Erläuterungen zu der wirtschaftlichen Entwicklung, der Feuerwehr sowie zum kulturellen Leben folgen – bis es um 11.15 Uhr zur Bereisung von Altmoorhausen und Hemmelsberg geht.
Der Bus mit der Kommission setzt sich in Bewegung Richtung Dorfstraße. Thea Claußen vom Bürgerverein Altmoorhausen führt die Jury durch ein Stück Ortsgeschichte. Angekommen an der Kreuzung Bremer Straße/Linteler Straße erklärt Ellinghusen, dass dort die Kreuzung im Rahmen der Dorferneuerung durch einen Kreisverkehr entschärft und eine Bushaltestelle eingerichtet werden soll, damit die Busse nicht mehr in der Pohlstraße auf Schüler warten müssen. Weitere Stationen sind die Schützenhalle und der Hemmelsberger Hof, wo auf Pferde gewettet werden kann. Danach geht es am Hof von Alfred Claußen vorbei bis zum Grenzweg. Ellinghusen: „Hier soll es auch im Rahmen der Dorferneuerung eine bessere Kennzeichnung der Vorfahrtsregel geben.“ Dann fährt der Bus weiter in den sanierungsbedürftigen Knutzenweg, wo ein Rastplatz entstehen soll. Am Ende der Bereisung wird das Gewerbegebiet mit „Büfa Chemikalien“ besichtigt. Bürgermeister Jahnz: „Das Wichtigste ist, dass wir solche Unternehmen im Landkreis haben.“
Um 11.45 Uhr erreicht der Bus wieder das Feuerwehrhaus, und die Kommission setzt ihre Reise zur Gaststätte Mehrings fort. Dort wird ihnen Spargel, Kartoffeln, Chinakohl, Schnitzel und Eis mit Erdbeeren von Ursel Mehrings serviert. Einige Hurreler, darunter Marlies Pape, stellvertretende Ratsvorsitzende, warten schon auf die Jury. Von Mehrings aus geht es in die Ortstraße. „Auf der linken Seite ist der älteste Hof Hurrels, der der Familie Schlake gehört. Die Hurrel-Männer, die hier einst gewohnt haben, waren der Namensgeber für Hurrel,“ erklärt Pape.
Malereien von Ganteföhr
Weitere Ziele sind eine alte Schmiede von 1906 und die Musterwallhecke, zu der Landvolkvorsitzender Helmut Braun einiges erklärt. Im Sandersfelder Weg erwartet die Jury das Anwesen von Familie Wurmsee, die seit 22 Jahren in Hurrel wohnt und Ferienwohnungen vermietet. Im Rahmen der Dorferneuerung soll an der Straße ein Fußweg zum Sandersfelder See entstehen. Letzte Stationen der Besichtigungstour sind der Burgmannshof, in dem derzeit die Ausstellung von Teréz Fothy zu sehen ist, sowie das Haus von Familie Ganteföhr. Dort können die Jury-Mitglieder die Malereien von Werner Ganteföhr bestaunen, bevor es dann zur nächsten Station im Landkreis geht.
Wie Altmoorhausen und Hurrel abgeschnitten haben, gibt die Jury an diesem Freitag bekannt.
