ALTONA - Schutzmaßnahmen sind sehr aufwendig. Die Veranstaltung muss wohl verschoben werden.

Von Gunda Ahlers

ALTONA - Eigentlich sollten am Mittwoch auf der Jahreshauptversammlung des Tierschauvereins Wildeshausen die Einzelheiten für die am 23. Juni in Neerstedt vorgesehene Tierschau besprochen werden. Entsprechend groß war die Zahl der anwesenden Mitglieder, die der Vereinsvorsitzende Herbert Haske im Hotel Gut Altona begrüßen konnte. Doch die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Blauzungenkrankheit bei Wiederkäuern erschwert die Durchführung einer Tierschau derart, dass sie wohl aufs nächste Jahr verschoben werden muss.

Henning Syrbe vom Rinderzuchtverband „Weser-Ems-Union“ berichtete der Versammlung, dass die Seuche jetzt auch in Niedersachsen angekommen sei. In Quakenbrück sei diese Viruserkrankung bei Rindern nachgewiesen worden. Zu den Schutzmaßnahmen gegen eine Ausbreitung zähle, dass im Umkreis von 120 Kilometern eine Tierschau nur im geschlossenen Raum stattfinden darf, da die Krankheit vermutlich durch Mücken oder andere Insekten übertragen werde. Syrbe: „Die Chance, dass sich die Sache bis zum vorgesehenen Ausstellungstermin gelegt hat, sehe ich als sehr gering an.“ Wenn man die Ausstellung trotzdem durchführen wolle, müsse man die Tiere in einem großen Zelt anbinden und das sei einfach zu teuer.

Diese Einschätzung teilten alle Anwesenden und damit war das Thema Tierschau erst mal vom Tisch. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr“, so Syrbe.

Aus der Versammlung heraus kam dann der Vorschlag, in einem kleineren Rahmen eine Jungzüchter-Tierschau zu organisieren. Auch könne man die Tierbeurteilungswettbewerbe wieder aufleben lassen. So was lasse sich beispielsweise in einer Reithalle durchführen. Der Vorstand nahm die Anregung zur Kenntnis und kündigte an, sich diesbezüglich mit den Tierschauvereinen Wardenburg und Goßenkneten zusammensetzen zu wollen.


In seiner Rückschau auf die Jahre 2005 und 2006 hatte Vorsitzender Haske auch nur von kleineren Veranstaltungen berichten können. Neben einem Ausflug gab es einige Grillabende mit Fachvorträgen. Kassenführer Hartmut Franz legte einen positiven Kassenbericht vor. Die Entlastung des Vorstandes für die vergangenen zwei Jahre erfolgte einstimmig.

Abschließend berichtete Sönke Strudthoff in Wort und Bild von seinem einjährigen Praktikumsaufenthalt in Illinois/USA. Der 20-jährige Geveshauser arbeitete auf einem großen Milchviehzuchtbetrieb mit mehreren 100 Kühen in der Nähe von Chicago. Er zeigte sich so angetan von seinen Erfahrungen, dass er allen Berufskollegen empfahl, sich in jungen Jahren mal im Ausland umzusehen.