Oldenburg - Winter ade: Die Meteorologen haben bereits den Frühling begrüßt, auf dem Kalender ist der Lenz auch schon da, und nun wird der Winter noch auf ganz spezielle Weise verabschiedet. Am Osterwochenende brennen wieder Osterfeuer an vielen Orten im Stadtgebiet. Das hat Tradition, und deshalb heißen sie auch Brauchtumsfeuer. Laut Stadt wurden fünf öffentliche Osterfeuer genehmigt (siehe Grafik). Sie alle werden am Sonnabend, 26. März, abgebrannt.

Wie in jedem Jahr sind es die Vereine, die an diesem Brauchtum festhalten. So lädt der Kleingärtnerverein Stadtfeld wieder herzlich ein. Auf dem Gelände beim Vereinsheim am Birkenweg wird der große Reisighaufen ab 19 Uhr abgebrannt. „Ausschließlich Gehölze aus den Gärten unserer Mitglieder“, betont der Vorsitzende Jürgen Schenk. Für die kleinen Gäste gibt es als Begrüßungsgeschenk nicht nur ein buntes Ei „von glücklichen Hühnern“ (so Schenk), sie können sich auch auf dem Spielplatz auf dem Vereinsgelände vergnügen. „Vor Ostern wird dort extra noch neuer Sand aufgefüllt“, sagt der Vorsitzende. Leckeres vom Grill und Getränke werden zum Kauf angeboten.

Besonders ist das Osterfest auch immer in Neuenwege. Dort geht es nämlich auf Einladung des Heimat- und Bürgervereins Neuenwege im Fackelschein zum Brennplatz. Die Kinder sind aufgerufen, die Fackeln zu tragen. Start ist um 19.45 Uhr am Butenweg. Der Umzug setzt sich, begleitet von Akkordeonmusik, in Bewegung. Das Feuer auf dem Areal am Bittersweg soll dann um 20 Uhr angesteckt werden.

Ganz im Süden der Stadt engagiert sich wieder der Krusenbuscher Sportverein für ein zünftiges Osterfest. Auf dem Gelände an der Tweelbäker Tredde trifft man sich am Osterfeuer, das ab 19 Uhr brennen soll.

Ein spezielles Osterfeuer für Kinder kündigt der Sportverein Tura 76 an. Es wird um 19 Uhr auf dem Sportplatz am Niedersachsendamm entfacht, das Feuer für die Großen etwas später – gegen 19.30 Uhr.


Wohl organisiert brennt es ab 19.30 Uhr auch in Eversten. Hier lädt der Ortslandvolkverband Oldenburg-Stadt ein. Die Landwirte sorgen nicht nur dafür, dass das angelieferte Strauchgut auf dem Acker am Wolfsbrückerweg einen Haufen bildet, sie wollen dort an einem Stand auch über ihre Situation informieren. „Zum Beispiel über die schlechten Milchpreise“, sagt Organisator Dirk Boltes, selbst Landwirt.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg