Washington - Der Onlinehändler Amazon verfolgt weiter das Ziel, künftig Ware binnen 30 Minuten nach der Bestellung per Drohne auszuliefern. Die Vision präsentierte Amazon-Manager Paul Misener am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Kongress. Dort warb er für eine Zulassung der kleinen unbemannten Fluggeräte für kommerzielle Zwecke.
Bis zur Umsetzung der Pläne dürfte es noch Jahre dauern. Doch betonte Misener, wenn die Vorschriften der Regierung mit der neuen Technologie Schritt hielten, könnte dies eine Revolution des Einkaufens bedeuten. „Wenn eine Verbraucherin einen kleinen Gegenstand schnell haben will, wird eine kleine (Drohne) mit Elektromotor das schneller, effizienter und sauberer erledigen, als wenn sie zum Einkaufen fährt oder per Auto liefern lässt“, sagte er.
Amazon verfolgt die Pläne für die Lieferung per Drohne schon länger. Allerdings hatten die US-Behörden im Februar Regeln für unbemannte Fluggeräte vorgeschlagen, die die Nutzung kommerzieller Drohnen stark einschränken würde. Unter anderem soll vorgeschrieben werden, dass Drohnen nur in Sichtweite des Betreibers fliegen. Das würde Amazon einen Strich durch die Rechnung machen.
Michael Whitaker von der Luftverkehrsbehörde FAA sagte, Drohnen müssten erst besser erforscht werden, bevor die Regierung eine breite Nutzung zulasse. „Wir arbeiten sorgfältig an einem regulatorischen Rahmen, der Innovation erlaubt, aber gleichzeitig die Sicherheit anderer Nutzer des Luftraums sowie Menschen und Eigentum am Boden garantiert“, sagte Whitaker.
